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Nachrichten

Sonntag, 11. Februar 2007

Hier finden Sie die 10-Uhr Nachrichten der Deutschen Welle vom Sonntag.

MÜNCHEN: Einen Tag nach der scharfen Kritik des russischen Präsidenten Wladimir Putin an der Außenpolitik und den Militäreinsätzen der USA hat der amerikanische Verteidigungsminister Robert Gates die NATO zu einer sicherheitspolitischen Partnerschaft mit Moskau aufgerufen. Ein Kalter Krieg sei genug gewesen, sagte Gates auf der Münchner Sicherheitskonferenz. Die Welt stehe vor vielen Problemen und Herausforderungen, die gemeinsam angegangen werden müssten. Dabei sei die Nato ein Garant für Demokratie und Rechtsstaatlichkeit. In München werden auch der EU-Ratspräsident, Frank-Walter Steinmeier, und der iranische Atomunterhändler Ali Laridschani eine Rede halten. Bundeskanzlerin Angela Merkel forderte die Führung in Teheran bei der Tagung bereits zum Einlenken im Atomstreit auf. Sonst drohe internationale Isolierung.

TEHERAN: Kurz vor drohenden Strafmaßnahmen im Atomstreit mit den Vereinten Nationen hat die iranische Regierung weitere Überwachungskameras in der umstrittenen Atomanlage Natans installieren lassen. Damit seien nun alle von der Internationalen Atomenergiebehörde -IAEO- geforderten Kameras einsatzbereit, hieß es in einer Erklärung der iranischen Atombehörde. Die IAEO sei nun in der Lage, die Anlage durchgängig zu überwachen. In Natans wird Uran angereichert. Der Weltsicherheitsrat hatte im Dezember Strafmaßnahmen gegen den Iran beschlossen, die vom 20. Februar an greifen sollen, falls Teheran sich weiter weigert, die auch für den Bau von Atomwaffen nötige Urananreicherung zu stoppen.

JERUSALEM: Trotz massiver Proteste hat Israel die Grabungen am Jerusalemer Tempelberg fortgesetzt. Unter dem Schutz von 2.000 Polizisten kehrten die Bauarbeiter nach dem Ende der Sabbatruhe zurück, um einen Fußgängeraufgang zu erneuern. Die Polizei erklärte, Palästinensern unter 45 Jahren werde der Zugang zum Tempelberg verwehrt. Neuen Ausschreitungen müsse vorgebeugt werden. Wegen der Grabungsarbeiten gibt es seit Tagen Proteste. Die Palästinenser sehen die auf dem Tempelberg gelegene El-Aksa-Moschee durch die Bauarbeiten bedroht.

PEKING: Auch am vierten Tag der Abrüstungsverhandlungen mit Nordkorea zeichnet sich keine Einigung ab. Japans Unterhändler Kenichiro Sasae sagte, Hauptproblem seien übertriebene Forderungen der Regierung in Pjöngjang. In Agenturberichten heißt es, Nordkorea wolle sein Atomprogramm nur stilllegen, wenn es jährlich zwei Millionen Tonnen Rohöl und zusätzlich weitere zwei Millionen Kilowatt Strom erhalte. Die Gespräche finden in Chinas Hauptstadt Peking statt. Beteiligt sind neben Nordkorea, Japan und China auch Russland, die USA und Südkorea.

BAGDAD: Bei einem neuen Selbstmordanschlag im Irak sind mindestens zwölf Polizisten getötet und 40 verletzt worden. Der Täter zündete ein mit Sprengstoff beladenes Auto vor einer Wache nahe der Stadt Tikrit im Südosten des Landes. Vor dem Gebäudes standen zu diesem Zeitpunkt viele Polizisten, die zu ihrem Arbeitsplatz wollten.

ASCHGABAT: In Turkmenistan in Zentralasien wird ein neuer Präsident gewählt. Um die Nachfolge des verstorbenen Machthabers Saparmurat Nijasow bwerben sich sechs Kandidaten. Es gilt aber als sicher, dass der vom Staatsapparat massiv unterstützte Übergangspräsident Gurbanguly Berdymuchammedow die Wahl gewinnt.--Die frühere Sowjetrepublik Turkmenistan verfügt über große Erdgasvorkommen. Außerdem ist das Land, das an die Krisenherde Afghanistan und Iran angrenzt, von strategischer Bedeutung. Der im Dezember verstorbene Nijasow hatte Turkmenistan diktatorisch regiert und einen beispiellosen Personenkult betrieben.

LISSABON: In Portugal hat die Volksabstimmung über eine Reform der bestehenden Abtreibungsgesetze begonnen. Das Referendum sieht vor, dass der Abbruch von Schwangerschaften in den ersten zehn Wochen straffrei sein soll. Das katholisch geprägte Portugal gehört bisher zusammen mit Polen, Irland und Malta zu den Ländern mit den strengsten Abtreibungsgesetzen in Europa.--Schwangerschaftsabbrüche sind zur Zeit nur erlaubt, wenn eine Frau vergewaltigt wurde, ihr Leben in Gefahr oder das Kind schwer behindert ist. Vor knapp neun Jahren war ein Versuch gescheitert, diese Regelung zu lockern. Die vorgeschriebene Mindestbeteiligung von 50 Prozent war klar verfehlt worden.

BERLIN: Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee will für alle Neuwagen in Deutschland eine einfache CO2-Kennzeichnung einführen. Die Automobilindustrie müsse mehr für den Umweltschutz tun, sagte Tiefensee der 'Bild am Sonntag'. Käufer sollten auf einen Blick erkennen können, wie viel Kohlendioxid ein Neuwagen ausstoße. Als Vorbild nannte der Verkehrsminister die Kennzeichnung des Energieverbrauchs bei Haushaltsgeräten.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Bedeckt und verbreitet Regen, örtlich Gewitter. Im Nordosten zunächst Schnee. Höchstwerte zwischen null Grad in Vorpommern und elf Grad am Rhein.

Zuletzt meldeten:

Hamburg: minus 4 Grad, bedeckt; Berlin: minus 5 Grad, Schneefall; Dresden: plus 2 Grad, bedeckt; Köln/Bonn: plus 8 Grad, leichter Regen; Frankfurt am Main: plus 8 Grad, bedeckt und München: plus 4 Grad, wolkig.

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