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Nachrichten

Sonntag, 11. Dezember 2005

Hier finden Sie die 10-Uhr Nachrichten der Deutschen Welle vom Sonntag.

LONDON: Eine Serie gewaltiger Explosionen hat ein Treibstofflager nahe des Flughafens Luton nördlich der britischen Hauptstadt erschüttert. Radiosender berichten von mehreren Verletzten. Die Polizei geht von einem Unfall aus. Ein Flugzeugabsturz wird mittlerweile ausgeschlossen. Die Brände konnten bisher noch nicht gelöscht werden. Ein Hotel musste evakuiert werden, zwei Autobahnen wurden gesperrt.

BERLIN: Die usbekische Regierung stellt der Bundeswehr den Militär- Stützpunkt in Termes langfristig zur Verfügung. Mit der Führung in Taschkent sei vereinbart worden, dass die Bundeswehr den Standort weiter als Drehscheibe für den deutschen ISAF-Einsatz in Afghanistan nutzen dürfe, teilte der Parlamentarische Staatssekretär im Verteidigungsministerium, Friedbert Pflüger, mit. Der derzeit geltende Vertrag für den Bundeswehrstützpunkt in Termes, über den ein Großteil der Versorgung der westlichen Truppen in Afghanistan abgewickelt wird, läuft zum Jahresende aus.

BERLIN: Die Botschafter der arabischen Staaten in Deutschland haben die Entführung der deutschen Susanne Osthoff im Irak verurteilt. In einer Erklärung, die vom Zentralrat der Muslime verbreitet wurde, heißt es, die Kidnapper müssten die Archäologin und ihren Fahrer sofort freilassen. Die Arbeit von Frau Osthoff habe den Menschen im Irak gedient und sei in keiner Weise politisch geprägt gewesen. Nach einer weiteren Sitzung des Krisenstabes im Auswärtigen Amt hieß es, gut zwei Wochen nach der Verschleppung fehle von den beiden Geiseln noch immer jedes Lebenszeichen.

PEKING: Nach tagelangem Schweigen hat die chinesische Regierung eingeräumt, dass die Polizei bei einem Einsatz gegen demonstrierende Dorfbewohner in Südchina mehrere Menschen erschossen hat. Bei den Zusammenstößen nahe Shanwei in der Provinz Guangdong seien am Dienstag drei Menschen getötet und acht weitere verletzt worden, meldete die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua. Augenzeugen hatten zuvor von mindestens 30 Toten gesprochen. Bei der Demonstration hatten mehrere hundert Dorfbewohner Entschädigungen für Land gefordert, das ihnen für den Bau eines Kraftwerks weggenommen worden war.

SEOUL: Nordkorea hat die Sechs-Länder-Gespräche über den Ausstieg aus seinem Atomprogramm wegen der US-Sanktionen für unbestimmte Zeit für ausgesetzt erklärte. Dies meldete die staatliche Nachrichten- Agentur. Zur Begründung gab ein Außenministeriums-Sprecher an, die USA 'setzten Lügen in die Welt, um die Gespräche zu stören'. Im Oktober hatten die USA acht nordkoreanische Firmen, denen sie Geldwäsche und Devisenfälschung vorwerfen, auf eine schwarze Liste gesetzt.

TEHERAN: Im Streit um sein Atomprogramm will der Iran noch in diesem Monat den Dialog mit der Europäischen Union wieder aufnehmen. Die staatlichen Medien berichten, die Gespräche sollten am 21. Dezember in Wien beginnen. Am Sitz der Internationalen Atomenergie- Organisation hieß es, die Erwartungen an das Treffen seien ziemlich niedrig. Es gehe zunächst darum, wie die Beratungen wieder in Gang kommen könnten. Die im Namen der EU verhandelnden Länder Deutschland, Frankreich und Großbritannien hatten die Gespräche im August abgebrochen. Zuvor hatte der Iran einen ersten Schritt zur Urananreicherung eingeleitet.

MONTREAL: Zum Abschluss des UN-Klimagipfels im kanadischen Montreal haben sich die mehr als 150 Teilnehmerstaaten auf eine Fortschreibung des Kyoto-Protokolls geeinigt. Vereinbart wurde eine weitere Reduzierung der klimaschädlichen Treibhausgase ab 2012. Die USA erklärten sich zu ergebnisoffenen Gesprächen über den Klimaschutz bereit. Bundesumweltminister Sigmar Gabriel sprach von einem Erfolg. Der Klimagipfel von Montreal gebe auch der Wirtschaft Sicherheit, langfristig in Klimaschutzprojekte zu investieren.

DRESDEN: Die Linkspartei berät weiter über den Zusammenschluss mit der Wahlalternative Arbeit und Soziale Gerechtigkeit -WASG- zu einer Partei. Der Parteitag der früheren PDS hatte am Samstag einem Kooperationsabkommen mit der WASG zugestimmt. Die Delegierten sprachen sich in der Debatte in Dresden mit deutlicher Mehrheit für eine vereinigte Linke in Deutschland aus. Letzlich sollen jedoch die Parteimitglieder in einer Urabstimmung über die Fusion entscheiden. An diesem Sonntag beendet die Linkspartei ihren Parteitag mit einer Debatte über die Kommunalpolitik.

OSLO: Der Chef der Internationalen Atomenergie-Organisation, Mohammed el Baradei, hat in Oslo den Friedensnobelpreis überreicht bekommen. Das norwegische Nobelkomitee hatte die Auszeichnung je zur Hälfte dem ägyptischen Diplomaten und der UN-Organisation in Wien zuerkannt. Die UN-Behörde habe entscheidend zur Begrenzung der militärischen Nutzung von Atomkraft beigetragen, hieß es in der Laudatio. El Baradei sagte in seiner Dankesrede, Atomwaffen müssten genauso geächtet werden wie Völkermord und Sklaverei. - In Stockholm überreichte König Carl XVI. Gustaf den Nobelpreis für Physik an den deutschen Wissenschaftler Theodor Hänsch. Der 63-Jährige teilt sich die Auszeichnung mit zwei Kollegen aus den USA. Hänsch wurde für seine Verdienste in der Laserforschung geehrt.

AACHEN: Der Internationale Karlspreis geht im nächsten Jahr an den luxemburgischen Regierungschef Jean-Claude Juncker. Er werde für seine Rolle als Motor und Vordenker der Einigung in Europa geehrt, teilte das Preis-Direktorium in Aachen mit. Der Karlspreis zählt zu den bedeutendsten europäischen Auszeichnungen.

ABUJA: Bei der Bruchlandung eines Flugzeuges in Nigeria sind nach offiziellen Angaben 103 Menschen ums Leben gekommen, darunter viele Schüler. Sieben Menschen überlebten das Unglück. Die Maschine einer inländischen Gesellschaft schoss bei der Landung auf dem Flughafen Port Harcourt über die Piste hinaus und ging in Flammen auf. Zum Unglückszeitpunkt herrschte schlechtes Wetter.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Im Süden meist heiter und trocken. Sonst stark bewölkt und etwas Regen. Tageshöchstwerte zwischen minus zwei Grad im Süden und plus neun Grad im Norden.

  • Datum 11.12.2005
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  • Permalink http://p.dw.com/p/4rQy
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