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Nachrichten

Sonntag, 11. April 2010

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle vom Freitag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

WARSCHAU: Zehntausende Menschen haben in der polnischen Hauptstadt in der Nacht um ihren verstorbenen Staatschef Lech Kaczynski getrauert. Sie versammelten sich im Zentrum und zogen vor den Präsidentenpalast. Landesweit wurden Gottesdienste abgehalten. Kaczynski war am Samstag bei einem Flugzeugabsturz im russischen Smolensk ums Leben gekommen. Außer ihm starben 96 weitere Menschen, darunter der polnische Zentralbankchef Skrzypek sowie der stellvertretende Außenminister Kremer. Nach russischen Angaben verdichten sich die Hinweise auf menschliches Versagen als Unglücksursache. Der Pilot der polnischen Regierungsmaschine soll die Anweisungen der Fluglotsen am Boden ignoriert und bei schlechtem Wetter den Landeanflug trotz Warnungen fortgesetzt haben.

BANGKOK: Nach wochenlangem friedlichen Protest der Regierungsgegner ist die Lage in der thailändischen Hauptstadt eskaliert. Mindestens 19 Menschen wurden nach Angaben von Rettungsdiensten bei gewaltsamen Zusammenstößen zwischen den sogenannten Rothemden und Sicherheitskräften getötet, mindestens 825 Menschen verletzt. Nach stundenlangen Straßenschlachten trat die Armee am Samstagabend den Rückzug an und rief die Demonstranten zu einem Waffenstillstand auf.


WASHINGTON/BISCHKEK: US-Außenministerin Clinton hat der neuen kirgisischen Regierungschefin Otunbajewa humanitäre Hilfe angeboten. Wie der Sprecher des Außenministeriums, Crowley, in Washington mitteilte, wollen die USA das zentralasiatische Land bei seinen Anstrengungen unterstützen, die politische und wirtschaftliche Lage zu stabilisieren. Otunbajewa versicherte ihrerseits, dass sich ihre Regierung an die bisherigen Abmachungen halten und den USA weiter die Benutzung des Flughafens Manas erlauben würden. Manas spielt eine wichtige Rolle bei der Versorgung der US-Truppen in Afghanistan.

TEHERAN: Der Iran will im Rahmen seines umstrittenen Atomprogramms in den nächsten Monaten in die Massenproduktion von Zentrifugen der zweiten Generation einsteigen. Dies kündigte der Chef der iranischen Atomenergiebehörde, Salehi, in einem Fernsehinterview an. Diese neuen Zentrifugen könnten Uran drei Mal schneller anreichern als die bisher in der Atomanlage in Natans verwendeten Zentrifugen der ersten Generation, so der Behördenchef. Der Westen verdächtigt den Iran, heimlich an Atomwaffen zu bauen, und arbeitet derzeit an neuen Sanktionen.

ATHEN: Die Finanzminister der Eurozone wollen in einer Video-Konferenz den milliardenschweren Notfallplan für das hochverschuldete Griechenland beschließen. Nach Angaben aus Athen geht es bei den Kredithilfen um insgesamt 20 bis 25 Milliarden Euro der EU und des Internationalen Währungsfonds IWF mit längerer Laufzeit, zu einem Zinssatz von 5,1 Prozent. Der griechische Regierungschef Papandreou schloss erstmals nicht aus, dass sein Land die Hilfe von EU und IWF notfalls doch in Anspruch nehmen wird.

BUDAPEST: In Ungarn sind an diesem Sonntag rund acht Millionen Bürger dazu aufgerufen, ein neues Parlament zu wählen. Meinungsforscher rechnen mit einem deutlichen Rechtsruck und einem Regierungswechsel in dem wirtschaftlich angeschlagenen Land. Erstmals ins Parlament einziehen dürfte die rechtsextreme Jobbik-Partei.

DSCHIBUTI: Auf der letzten Station seiner fünftägigen Afrika-Reise ist Außenminister Westerwelle in Dschibuti eingetroffen. Auf dem Programm steht unter anderem ein Treffen mit dort stationierten deutschen Soldaten. Er will sich zudem bei Gesprächen mit der Regierung über den Kampf gegen somalische Piraten am Horn von Afrika informieren. Westerwelle und Entwicklungsminister Niebel, der ihn begleitet, waren zuvor in Tansania und Südafrika.


DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Im Südwesten teils noch freundlich. Sonst meist stark bewölkt, gebietsweise Regen. Oberhalb von 600 Meter Schneefall. Höchstwerte sechs bis zwölf Grad.

Zuletzt meldeten:

Hamburg: 6 Grad, etwas Regen;
Berlin: 4 Grad, Regen;
Dresden: 3 Grad, etwas Regen;

Köln/Bonn: 3 Grad, stark bewölkt;

Frankfurt am Main: 6 Grad und München: 1 Grad.

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