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Nachrichten

Sonntag, 10. September 2006

Hier finden Sie die 10-Uhr Nachrichten der Deutschen Welle vom Sonntag.

MÜNCHEN: Zehntausende Gläubige haben sich auf dem Münchner Messegelände versammelt, um zur Stunde einen Gottesdienst mit Papst Benedikt XVI. unter freiem Himmel zu feiern. Das Oberhaupt der römisch-katholischen Kirche war am Samstag zu seinem zweiten Deutschland-Besuch in München eingetroffen, wo er von Bundespräsident Horst Köhler und Kanzlerin Angela Merkel begrüßt worden war. Der Papst sagte, er wolle die Deutschen ermutigen, sich aktiv an der Weitergabe grundlegender Werte des christlichen Glaubens zu beteiligen. Köhler äußerte die Hoffnung auf eine weitere Annäherung zwischen Katholiken und Protestanten.

BERLIN: Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble will die Daten der Lkw-Maut noch stärker nutzen als bisher bekannt. Schäuble sagte dem Deutschlandfunk, die Daten sollten nicht allein zur Aufklärung, sondern auch zur Verhinderung eines geplanten Verbrechens eingesetzt werden. Bislang dürfen die Daten der Autobahnmaut nur zur Kontrolle der Gebührenzahlung eingesetzt werden. Schäuble forderte außerdem eine stärkere Kontrolle der Bahnhöfe und Gleisanlagen, um Anschläge zu verhindern. Der Verfassungsschutz werde zudem 50 Millionen Euro zusätzlich erhalten, um das Internet besser überwachen zu können.

TEHERAN: Ungeachtet der Vermittlungsgespräche in Wien bleibt der Iran im Atomstreit hart. Außenamtssprecher Hamid Resa Assefi sagte, die Frage eines Urananreicherungsstopps gehöre der Vergangenheit an. Sein Land wolle ohne Vorbedingungen verhandeln. Gestern hatten der EU-Außenbeauftragte Javier Solana und Irans Chefunterhändler Ali Laridschani nach einem ersten Treffen in Wien von konstruktiven Beratungen und Fortschritten in Teilbereichen gesprochen. Die USA drängen inzwischen verstärkt auf Sanktionen des Weltsicherheitsrates, nachdem der Iran Ende August ein Ultimatum zum Stopp der Urananreicherung nicht befolgt hatte.

RIO DE JANEIRO: In der brasilianischen Metropole hat ein Treffen der so genannten G-20-Gruppe der Schwellen- und Entwicklungsländer mit Vertretern der EU, der USA und Japans begonnen. Die Minister wollen Möglichkeiten zur Wiederbelebung der Doha-Runde über die Abschaffung weltweiter Handelsschranken ausloten. In einer am Samstagabend veröffentlichten gemeinsamen Erklärung bekräftigte die Gruppe, sie bestehe auf den bisher erzielten Vereinbarungen. Anfang Juli war ein Treffen von Vertretern der Industriestaaten und der Entwicklungsländer in Genf vor allem an der Frage der weiteren Senkung der Agrarzölle gescheitert.

HELSINKI: In der finnischen Hauptstadt beginnt heute das reguläre Gipfeltreffen der Staats- und Regierungschefs aus den 25 EU- sowie 13 asiatischen Ländern. An zwei Tagen wird eine breite Liste von Themen besprochen, die von der Terrorbekämpfung bis zum Klimaschutz reicht. Bei einem Vortreffen von Vertretern beider Seiten am Samstag hatte man sich bereits auf ein Grundsatzabkommen zum Ausbau der Beziehungen in mehreren Bereichen verständigt. Rund 200 Menschen protestierten im Zentrum Helsinkis gegen die Teilnahme Chinas und Birmas. Einige Demonstranten wurden wegen gewaltsamer Übergriffe vorübergehend festgenommen.

PEKING: Aus der zentral-chinesischen Provinz Hunan wird ein neuer Umweltzwischenfall gemeldet. Wegen eines Lecks in einem Chemiewerk gelangte das Gift Arsenid in den Fluss Xinqiang. Rund 100.000 Menschen wurden aufgerufen, kein Leitungswasser mehr zu trinken. Tankwagen übernehmen laut einer Meldung der Nachrichtenagentur Xinhua die Versorgung der Bevölkerung mit Frischwasser. Arsenid, das auch krebserregend ist, wird unter anderem in der Halbleiter-Produktion verwendet.

TEL AVIV: In Israel haben mehr als 20.000 Menschen die Einrichtung eines Untersuchungsausschusses gefordert, der die Fehler der Regierung im Kampf gegen die libanesische Hisbollah-Miliz aufzeigen soll. Nach Angaben der Polizei versammelten sich rund 25.000 Demonstranten im Stadtzentrum von Tel Aviv. Sie verlangen den Rücktritt von Regierungschef Ehud Olmert, Verteidigungsminister Amir Perez und Generalstabschef Dan Halutz. Olmert hat die Einrichtung einer Untersuchungskommission angekündigt, sperrt sich aber gegen einen mit weitreichenderen Rechten ausgestatteten Ausschuss.

PODGORICA: In Montenegro hat die erste Parlamentswahl seit der Unabhängigkeitserklärung im Juni begonnen. Als Favorit gilt das Linksbündnis von Ministerpräsident Milo Djukanovic, der die Abspaltung von Serbien eingeleitet hatte. Offen ist jedoch, ob es für Djukanovics Partei der Sozialisten und den mit ihr verbündeten Sozialdemokraten für eine eigene Mehrheit reicht, oder ob sich das Bündnis weitere Koalitionspartner suchen muss. 450.000 der 620.000 Einwohner des Kleinstaates sind wahlberechtigt.

CAPE CANAVERAL: Mit fast zwei Wochen Verspätung wegen Problemen mit dem Wetter und der Technik ist die US-Raumfähre 'Atlantis' erfolgreich ins All gestartet. An Bord des Shuttles ist eine der schwersten Ladungen, die jemals ins All transportiert wurde: 17,5 Tonnen Material zur Erweiterung der Internationalen Raumstation ISS. Die Bauteile sollen während des elftägigen Raumflugs in drei Außenbordeinsätzen montiert werden.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Vielfach sonnig, im Südwesten wolkig, im Schwarzwald auch einzelne Schauer. Höchstwerte 20 bis 28 Grad.

Audio und Video zum Thema

  • Datum 10.09.2006
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  • Permalink http://p.dw.com/p/96MP
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