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Nachrichten

Sonntag, 10. Mai 2009

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

BERLIN: Die Grünen beraten zum Abschluss ihres Bundesparteitages darüber, mit welchen Parteien sie nach der Bundestagswahl eine Koalition eingehen würden. Zur Abstimmung steht ein Wahlaufruf, in dem lediglich einem sogenannten "Jamaika-Bündnis" mit Union und FDP eine Absage erteilt wird, alle anderen Optionen jedoch offen gehalten werden. Die knapp 800 Delegierten hatten am Samstag nach rund 13-stündigen Beratungen einstimmig ihr Wahlprogramm für September beschlossen. Es sieht im Kern den ökologischen Umbau der Wirtschaft durch Investitionen in Klimaschutz, Bildung und Soziales vor. Die Grünen versprechen sich davon eine Million neue Arbeitsplätze bis 2013.

BERLIN: Der afghanische Präsident Hamid Karsai wird an diesem Sonntag zu einem Besuch in Deutschland erwartet. Bei dem Treffen mit Bundeskanzlerin Angela Merkel soll nach Regierungsangaben vorrangig über den Wiederaufbau des Landes gesprochen werden. Aber auch die schlechte Sicherheitslage dürfte zur Sprache kommen. Karsai steht unter starkem Druck der am Militäreinsatz gegen die radikal-islamischen Taliban beteiligten Länder. Sie werfen ihm mangelnde Fortschritte bei der Sicherung des Landes und im Kampf gegen Korruption und Drogenanbau vor.

ABU DHABI: Bundeswirtschaftsminister Karl-Theodor zu Guttenberg hat bei seinem Besuch in den Vereinigten Arabischen Emiraten für den Standort Deutschland und den Einstieg bei deutschen Unternehmen geworben. Wirtschaftsminister Sultan bin Said Al Mansouri sagte bei einem Treffen mit zu Guttenberg in Abu Dhabi, man prüfe Investitionen in mögliche Gemeinschafts-Unternehmen. Derzeit gebe es aber keine konkreten Entscheidungen. Die Emirate seien nur an langfristigen strategischen Partnerschaften interessiert, erklärte zu Guttenberg. Im Fall des angeschlagenen Autobauers Opel wollten sie zuerst ein klares Konzept des US-Mutterkonzerns General Motors abwarten. Das gelte auch für Porsche. Nächste Station der Reise zu Guttenbergs ist Saudi-Arabien.

WASHINGTON: In den USA sind bei Finanzexperten Zweifel laut geworden, ob die Ergebnisse des jüngsten Belastbarkeitstests von 19 führenden Banken wirklich auf soliden Berechnungen beruhen. Wie das "Wall Street Journal" berichtet, kann es sein, dass bei der Prüfung durch die Notenbank (Fed) festgestellte Kapitallücken nach Protesten der betroffenen Geldhäuser im Zuge von Verhandlungen verringert wurden. Somit seien einige Bilanzen verbessert worden. Beweise nennt die Zeitung nicht. - Die Ergebnisse des staatlichen "Stress-Tests" waren am Donnerstag veröffentlicht worden. Demnach benötigen zehn Banken ein zusätzliches Finanzpolster von insgesamt knapp 75 Milliarden Dollar, um auch einer möglichen weiteren Wirtschaftstalfahrt standhalten zu können. Einige Experten hatten mit einem Kapitalbedarf zwischen 100 und 200 Milliarden Dollar gerechnet.

AMMAN: Papst Benedikt XVI. hat am dritten Tag seiner Nahostreise im Internationalen Stadion der jordanischen Hauptstadt Amman mit Zehntausenden Gläubigen eine Messe gefeiert. Der Papst rief die Minderheit der Christen in der Region auf, den Mut zum Dialog mit den anderen Religionen aufzubringen. Auf dem Programm des Oberhaupts der katholischen Kirche steht auch ein Besuch der Stelle am Jordan, an der nach der Überlieferung Jesus getauft wurde. - Am Montag reist Benedikt weiter nach Israel.

COLOMBO: Im Nordosten Sri Lankas sind bei einem schweren Artillerieangriff der Armee auf das noch von tamilischen Rebellen gehaltene Gebiet nach Angaben der Aufständischen fast 260 Menschen getötet worden. Auf Internet-Seiten, die den Befreiungstigern von Tamil Eelam (LTTE) nahe stehen, heißt es, die Armee habe in der Nacht ein von der Regierung als "sichere Zone" ausgewiesenes Gebiet angegriffen. Die Armee äußerte sich bisher nicht.

PESCHAWAR: Die pakistanische Armee hat bei ihrer Großoffensive im Nordwesten des Landes nach eigenen Angaben ein Hauptquartier der Taliban-Rebellen zerstört. Mindestens 55 Rebellen seien im Swat-Tal getötet worden, teilte das Militär mit. Die Extremisten seien auf der Flucht. Auch aus der Distrikthauptstadt Mingora wurden Kämpfe gemeldet. --- Die Europäische Union will ähnlich wie die USA ihre Beziehungen zu Pakistan ausbauen. Für Mitte Juni werde ein erstes Gipfeltreffen vorbereitet, verlautete aus der EU-Ratspräsidentschaft.

TEHERAN: Im Iran hat ein Berufungsverfahren im Fall der inhaftierten US-Journalistin Roxana Saberi begonnen. Sie war im vergangenen Monat in einem Schnellverfahren unter Ausschluss der Öffentlichkeit wegen Spionage für die USA zu acht Jahren Haft verurteilt worden. Die Nachrichtenagentur IRNA zitierte einen Justizsprecher mit den Worten, drei Richter würden den Fall nun prüfen. Wann es eine Entscheidung gebe, sei noch unklar. - Saberi lebt seit sechs Jahren im Iran und berichtete für mehrere Medien als freie Journalistin aus dem Land. Sie ist seit Januar im Iran in Haft. Zuerst wurde als Grund angegeben, sie habe keine gültige Akkreditierung mehr, um im Iran als Journalistin zu arbeiten.

TIFLIS: In Georgien sind nach den gescheiterten Gesprächen mit der Regierung wieder mehr als 10.000 Oppositionelle auf die Straße gegangen. Vor dem Parlament in Tiflis demonstrierten sie erneut für den Sturz des Präsidenten Michail Saakaschwili, dem sie vorwerfen, mit seiner autoritären Führung die Werte der sogenannten Rosenrevolution von 2003 zu verraten. Zudem beschuldigen sie ihn, im Konflikt um die abtrünnigen Provinzen Südossetien und Abchasien zu versagen. Die Proteste dauern seit einem Monat an.

SEATTLE: In den USA ist ein dritter Mensch am neuen Grippevirus "H1N1" gestorben. Wie die Gesundheitsbehörden mitteilten, kommt der Mann aus dem US-Bundesstaat Washington an der Westküste. Der Mann sei am 30. April erkrankt und bereits am Mittwoch verstorben. Damit sind weltweit 53 Todesfälle registriert worden, allein 48 in Mexiko. In einigen Fällen wurde der Tod allerdings nicht ausschließlich von der neuen Grippe herbeigeführt, sondern von einer Kombination dieser Seuche mit anderen Komplikationen. Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) wurden bislang 3440 Infektionen in 29 Ländern bestätigt.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Im Norden sonnig. Sonst mal Sonne mal Wolken, am Nachmittag vor allem im Süden und Westen gebietsweise Schauer oder Gewitter, die teilweise kräftig ausfallen können. Höchstwerte 17 bis 23 Grad.


Zuletzt meldeten:


Hamburg: 12 Grad, heiter;

Berlin: 13 Grad, stark bewölkt;

Dresden: 14 Grad, bedeckt;

Köln/Bonn: 11 Grad, bedeckt.

Frankfurt am Main: 14 Grad, stark bewölkt und

München: 18 Grad, heiter.



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