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Nachrichten

Sonntag, 10. Juni 2007

Hier finden Sie die 13-Uhr Nachrichten der Deutschen Welle vom Sonntag


KÖLN: Mit einem Gottesdienst am Rheinufer ist in Köln der 31. Deutsche Evangelische Kirchentag zu Ende gegangen. An der Feier nahmen rund 100.000 Menschen teil. Kirchentagspräsident Reinhard Höppner zog eine positive Bilanz des fünftägigen Treffens. Das Thema Dialog der Religionen habe an Gewicht gewonnen. Auch sei der Kirchentag durch den G8-Gipfel zu deutlichen Aussagen motiviert worden. Beim Abschlussgottesdienst rief Höppner dazu auf, das Gespräch auch mit Terroristen und den Taliban zu suchen. Sie gehörten mit an den Verhandlungstisch. Dies könne zwar - wie etwa im Nahen Osten - lange dauern, doch sei es der Weg des Friedens, so der frühere Ministerpräsident von Sachsen-Anhalt weiter.

TIRANA: US-Präsident George W. Bush ist zum Auftakt eines Kurzbesuchs in Albanien mit Ministerpräsident Sali Berisha zusammengetroffen. Während des siebenstündigen Aufenthalts Bushs in Tirana ist auch ein Gespräch mit Staatspräsident Alfred Moisiu geplant. Das ehemals kommunistische Albanien ist ein enger Verbündeter der USA und hat Soldaten in den Irak und nach Afghanistan entsandt. - Bush kam aus Rom, wo er mit Papst Benedikt XVI. und dem italienischen Regierungschef Romano Prodi zusammengetroffen war. Bei Protesten gegen den Bush-Besuch war es zu Auseinandersetzungen zwischen der Polizei und militanten Demonstranten gekommen.

KABUL: Der afghanische Präsident Hamid Karsai ist einem Angriff der radikal-islamischen Tailban unverletzt entgangen. Wie ein Regierungssprecher mitteilte, feuerten die Taliban Raketen auf eine Versammlung in der südöstlichen Provinz Ghasni ab, auf der Karsai eine Rede hielt. Die Geschosse hätten ihr Ziel verfehlt, Menschen seien nicht zu Schaden gekommen. Ein Taliban-Sprecher bestätigte den Angriff. - Bei Kämpfen mit afghanischen Polizisten, Soldaten und von der NATO-geführten Truppen wurden mindestens 47 Taliban-Kämpfer getötet.

ST. PETERSBURG: Russlands Präsident Wladimir Putin hat den westlichen Ländern Protektionismus zur Abwehr von Investitionen russischer Unternehmen vorgeworfen. Die Welthandelsorganisation WTO sei unfähig, gegen diese Art von Protektionismus vorzugehen, sagte Putin auf einem Internationalen Wirtschaftsforum in Sankt Petersburg. - Russland begrenze Investitionen aus dem Ausland nur in Bereichen, in denen es um die nationale Sicherheit gehe. - Russland bemüht sich seit Jahren um einen Beitritt zu WTO; die Verhandlungen ziehen sich hin.

PARIS: In Frankreich sind an diesem Sonntag 44,5 Millionen Bürger zur Wahl einer neuen Nationalversammlung aufgerufen. In allen Umfragen wird der konservativen Partei UMP des vor fünf Wochen gewählten Präsidenten Nicolas Sarkozy ein klarer Sieg vorausgesagt. Die oppositionellen Sozialisten müssen nach ihrer Niederlage bei der Präsidentschaftswahl mit einer weiteren Schlappe rechnen. - Die Verteilung der 577 Sitze in der Nationalversammlung wird erst nach der zweiten Wahlrunde am 17. Juni feststehen.

ROM: In Italien wird die zweite Runde der Kommunal- und Regionalwahlen abgehalten. Rund 2,8 Millionen Menschen sind zur Stimmabgabe aufgerufen. Gewählt wird meist in kleineren Kommunen, in denen bei der ersten Runde vor zwei Wochen keiner der Bürgermeister-Kandidaten die absolute Mehrheit erhalten hatte. Mit Spannung wird der Wahlausgang in der Provinz Genua und den Städten Parma und Tarent erwartet. - Die Wahllokale sind bis Montagnachmittag geöffnet.

BANGKOK: In der thailändischen Hauptstadt haben mehr als 10.000 Menschen gegen die nach dem Militärputsch vor neun Monaten eingesetzte Regierung protestiert. Vor dem Armee-Hauptquartier in Bangkok forderten die Demonstranten ein 'Ende der Militärdiktatur'. Zu gewaltsamen Zwischenfällen kam es nicht. Bei den meisten Demonstranten handelte es sich nach Berichten von Korrespondenten um Anhänger des im September vom Militär gestürzten Thaksin Shinawatra.

PEKING: Bei von heftigen Regenfällen ausgelösten Überschwemmungen und Erdrutschen sind in China mindestens 34 Menschen ums Leben gekommen. Wie die amtliche Agentur Xinhua unter Berufung aus Behördenvertreter weiter meldete, wurden knapp 180.000 Menschen obdachlos. Betroffen ist unter anderem die an Hongkong angrenzende Provinz Guangdong.


DAS WETTER IN DEUTSCHLAND:

Viele Quellwolken und immer wieder Schauer und Gewitter, im norddeutschen Tiefland freundlicher und nur vereinzelt Regen. Höchstwerte 25 bis 32 Grad.

Am Mittag meldeten:

Hamburg: 27 Grad, wolkenlos;
Berlin: 26 Grad, wolkenlos;
Dresden: 22 Grad, leicht bewölkt;
Köln/Bonn: 21 Grad, stark bewölkt;
Frankfurt am Main: 24 Grad, leicht bewölkt und
München: 25 Grad, leicht bewölkt.

Audio und Video zum Thema