1. Inhalt
  2. Navigation
  3. Weitere Inhalte
  4. Metanavigation
  5. Suche
  6. Choose from 30 Languages

Nachrichten

Sonntag, 10. Januar 2010

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle vom Sonntag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

ZABREB: In Kroatien sind an diesem Sonntag rund 4,4 Millionen Bürger aufgerufen, einen neuen Staatspräsidenten zu wählen. In der Stichwahl stehen sich der Sozialdemokrat Ivo Josipovic und der parteilose Bürgermeister von Zagreb, Milan Bandic, gegenüber. Als Favorit gilt Josipovic, der in der ersten Wahlrunde am 27. Dezember 32,4 Prozent der Stimmen erreicht hatte. Josipovic wird vom scheidenden Präsidenten Stipe Mesic unterstützt, der nach zwei Amtszeiten nicht mehr antreten durfte. - Die Wahllokale schließen um 21.00 Uhr MEZ.

DOHA: Bundesaußenminister Guido Westerwelle ist auf seiner Reise durch die Golf-Staaten im Emirat Katar eingetroffen. Bei seinen Gesprächen in der Hauptstadt Doha wird es auch um eine engere wirtschaftliche Zusammenarbeit gehen. Katar gehört zu den reichsten Ländern am Persischen Golf. Noch an diesem Sonntag wird der Außenminister in die Vereinigten Arabischen Emirate weiterreisen. Bei seinem Besuch in Saudi-Arabien hatte sich Westerwelle am Samstag besorgt über die Lage im benachbarten Jemen geäußert. Das ärmste arabische Land dürfe nicht zum Rückzugsgebiet für Terroristen werden.

BERLIN: Deutsche Sicherheitsbehörden sind nach einem Bericht der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung" besorgt über die Ausbildung von Islamisten aus Deutschland in einer radikalen Koranschule im Jemen. Derzeit hielten sich in der Schule Daru-I-Hadith im Nordwesten des Jemen zehn Islamisten aus Deutschland auf, unter ihnen sechs Konvertiten, berichtet das Blatt unter Berufung auf Angaben aus deutschen Sicherheitskreisen. - Insgesamt seien 20 bis 30 Moslems aus Deutschland in dem Zentrum gewesen, in dem ein radikaler und militanter Islam gelehrt werde, so die Zeitung weiter.

BERLIN: In der Diskussion um eine europäische Wachstums-Politik hat sich Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle gegen bindende Konjunkturziele für EU-Mitgliedsstaaten ausgesprochen. Forderungen der neuen spanischen EU-Ratspräsidentschaft nach finanziellen Strafmaßnahmen für säumige EU-Länder wies er zurück. Zwar begrüßte er den grundsätzlichen Vorschlag einer effektiveren Koordination der Wirtschaftspolitik. Er warnte aber davor, hierfür eine neue Bürokratie zu schaffen. Der spanische Ministerpräsident Jose Luis Zapatero hatte gefordert, einzelne EU-Staaten notfalls zu bestrafen, wenn sie die künftigen Wachstumsziele nicht einhalten sollten. Diese werden im neuen Zehn-Jahres-Plan der EU bis 2020 festgeschrieben.

BERLIN: In der schwarz-gelben Koalition geht der Streit über eine sinnvolle Steuer- und Haushaltspolitik in eine neue Runde. Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) trat angesichts der FDP-Forderung nach Steuersenkungen von 24 Milliarden Euro im Jahr nochmals auf die Bremse. Im Berliner "Tagesspiegel am Sonntag" kündigte er für das kommende Jahr umfangreiche Sparmaßnahmen an, um mit dem Abbau des Rekorddefizits von 86 Milliarden Euro zu beginnen. Ob es dann zu einer weiteren Entlastung kommen könne, hänge von der Wirtschaftsentwicklung und der Steuerschätzung im Mai ab. Die FDP bekräftigte nochmals, sie wolle die Steuerpläne unabhängig von der Steuerschätzung umsetzen.

BERLIN: Wenige Tage vor einer Klausur des CDU-Bundesvorstandes hat die stellvertretende Partei-Vorsitzende Annette Schavan Kritik aus den eigenen Reihen und der FDP am Führungsstil von Bundeskanzlerin Angela Merkel zurückgewiesen. Merkel habe mit ihrem Führungsstil in Partei und Regierung über einen langen Zeitraum Erfolg, sagte die Bildungsministerin. Schavan reagierte damit auf einen gemeinsamen Presseartikel mehrerer CDU-Landespolitiker. In einem Beitrag für die "Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung" kritisierten sie, die Bundeskanzlerin sei im Wahlkampf nicht als Spitzenkandidatin der Union, sondern als Kanzlerin der großen Koalition aufgetreten. Der Sieg bei der Bundestagswahl sei schlicht Glück gewesen. Aus den Reihen des Koalitionspartners FDP hieß es, Merkel müsse als Regierungschefin endlich ihre Richtlinienkompetenz nutzen.

MADRID: In Frankreich und Portugal sind nach Angaben des spanischen Innenministeriums insgesamt vier mutmaßliche Mitglieder der baskischen Untergrundorganisation ETA festgenommen worden. Bei Clermont-Ferrand in Zentralfrankreich seien ein Mann und eine Frau gefasst worden, die zu den meistgesuchten Mitgliedern der Separatistenorganisation gehörten. Im spanisch-portugiesischen Grenzgebiet sei bei der Festnahme von zwei ETA-Verdächtigen auch ein mit Sprengstoff beladener Lieferwagen sichergestellt worden, hieß es weiter.

ISLAMABAD: Bei einem Angriff eines unbemannten US-Flugzeugs, einer sogenannten Drohne, sind im Nordwesten Pakistans mindestens vier Menschen getötet worden. Nach Angaben aus pakistanischen Sicherheitskreisen feuerte die Drohne zwei Raketen auf Ausbildungslager von Aufständischen in der Region Nordwasiristan ab. Das Gebiet an der Grenze zu Afghanistan gilt als Hochburg der Taliban.

BONN: Mit Eis, Schnee und Sturm hat der Winter große Teile West- und Mitteleuropas weiter fest im Griff. In Deutschland führten Schneeverwehungen, Glätte und starke Sturmböen zu Unfällen und vielen Verkehrsbehinderungen. Besonders betroffen ist derzeit der Norden. In Mecklenburg-Vorpommern steckten auf der Autobahn A20 mehrere hundert Autofahrer stundenlang in meterhohem Schnee fest. Querstehende Lkw blockierten die Fahrbahn, die auf einer Länge von 14 Kilometern vorübergehend gesperrt wurde. In Schleswig-Holstein sind zahlreiche Straßen wegen Schneeverwehungen weiter unpassierbar. Mehrere Ortschaften sind von der Außenwelt abgeschnitten. - In Frankreich saßen etwa 1000 Passagiere auf dem Flughafen von Lyon wegen des Winterwetters fest. Schneefall führte auch in Norditalien und dem Osten Tschechiens zu einem Verkehrschaos. Die längste Kälteperiode seit 30 Jahren wird aus Großbritannien gemeldet. Im Norden Englands sanken die Temperaturen auf dort ungewöhnliche minus 14 Grad.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Im Osten und im Süden noch längerer Schneefall. Sonst lassen die Schneefälle nach, örtlich Auflockerungen. Höchstwerte minus sechs bis plus zwei Grad.

Audio und Video zum Thema