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Nachrichten

Sonntag, 10. Februar 2008

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle vom Sonntag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

MÜNCHEN: Der stellvertretende russische Ministerpräsident Sergej Iwanow hat einen angemessenen Platz für sein Land in der Weltpolitik eingefordert. Russland wolle aber keine Militärblocks formen oder in offene Konfrontation mit seinen Partnern treten, versicherte Iwanow auf der Münchener Sicherheitskonferenz. Man wolle - so Iwanow - im Mainstream der Weltpolitik und der Weltwirtschaft bleiben. Der russische Vize-Regierungschef sicherte in diesem Zusammenhang zu, sein Land werde alle seine Verpflichtungen bei Energielieferungen erfüllen. Vor Iwanow hatte auf der Münchener Sicherheitskonferenz US-Verteidigungsminister Robert Gates gesprochen. Gates warnte vor einer Spaltung der Nato. Es dürfe keine Zweiteilung gebe von Staaten, die bereit seien zu kämpfen und solchen, die dies nicht seien, sagte Gates ohne Deutschland dabei namentlich zu nennen. Die USA wollen, das die Bundeswehr auch im umkämpften Süden Afghanistans zum Einsatz kommt.

WASHINGTON: Das Wettrennen der beiden demokratischen US-Präsidentschaftsbewerber bleibt weiter offen. Mit klaren Siegen in den Bundesstaaten Nebraska, Washington und Louisiana konnte Senator Barack Obama den Abstand zu seiner Rivalin Hillary Clinton weiter verringern. Die frühere First Lady hat derzeit nur noch rund 60 Delegiertenstimmen mehr als Obama. Bei den Republikanern gewann Ex-Gouverneur Mike Huckabee die Vorwahlen in Kansas und Louisiana. Dagegen war Senator John McCain nur in Washington erfolgreich. In der Gesamtwertung liegt McCain aber praktisch uneinholbar in Führung. - Die nächsten Vorwahlen finden am Dienstag in Virginia, Maryland und der Hauptstadt Washington statt.

KIEW: In der Ukraine hat Präsident Viktor Juschtschenko Regierungschefin Julia Timoschenko aufgefordert, den Streit mit dem russischen Energiekonzern Gazprom über dessen Gaslieferungen zu beenden. Timoschenko müsse bis zu diesem Sonntag dafür sorgen, dass alle notwendigen Dokumente unterzeichnet würden, sagte ein Präsidentensprecher. Die Ukraine schuldet Gazprom nach dessen Angaben umgerechnet eine Milliarde Euro. Der Konzern hat damit gedroht, am Dienstag die Gaslieferungen an die Ukraine einzuzustellen. An diesem Tag wird Juschtschenko in Moskau erwartet. Hintergrund des Streits ist die Forderung Timoschenkos nach verbilligten russischen Energielieferungen. Auch will sie die Transitgebühren für russisches Gas in die EU ehöhen.

BERLIN: Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier ist zu einer dreitägigen Westafrika-Reise aufgebrochen. Erste Station ist Ghanas Hauptstadt Accra, wo Steinmeier unter anderem gemeinsam mit Staatspräsident John Kufuor das Endspiel des Afrika-Cups zwischen Kamerun und Ägypten verfolgen wird. Anschließend fliegt der Minister weiter zu politischen Gesprächen nach Togo. Dort wird er auch ein Behandlungszentrum für Tropenkrankheiten eröffnen. Letzte Station ist am Dienstag Burkina Faso. Es ist Steinmeiers zweite Reise nach Westafrika innerhalb von sieben Monaten.

HOUSTON: Wegen einer Erkrankung kann der deutsche Astronaut Hans Schlegel nicht wie geplant an einem Außeneinsatz an der internationalen Raumstation ISS teilnehmen. Der 56-Jährige leidet nach US-Medienberichten an der so genannten Weltraumkrankheit, die sich in Unwohlsein und Orientierungsproblemen äußert. Schlegel sollte bei dem Ausstieg ins All das Andocken des neuen Weltraumlabors 'Columbus' an die ISS vorbereiten. Nach Angaben der US-Raumfahrtbehörde NASA werden die amerikanischen Astronauten Rex Walheim und Stanley Love den Einsatz am Montag nachholen.

PEKING: Die enorme Kältewelle in China hat rund ein Zehntel der Waldfläche des Landes zerstört. Dies enspricht mehr als 17 Millionen Hektar, wie die Tageszeitung "China Daily" unter Berufung auf Behördenangaben berichtete. In einigen Gebieten seien bis zu 90 Prozent des Waldes von den Schneestürmen und dem übermäßigem Frost zerstört worden. In den kommenden Monaten drohten nun Waldbrände, da die abgestorbenen Bäume leicht entflammbar seien. Im April würden Chinas Behörden deshalb mit der Wiederaufforstung beginnen und insgesamt 2,5 Milliarden neue Bäume anpflanzen, heißt es in der Zeitung weiter.

LUDWIGSHAFEN: Mit einer Trauerfeier nehmen Deutsche und Türken an diesem Sonntag Abschied von den neun Todesopfern der Brandkatastrophe in Ludwigshafen. Die Zeremonie findet vor dem zerstörten Haus der türkischen Großfamilie statt. Für die Bundesregierung will die Integrationsbeauftragte Maria Böhmer zu der Trauerfeier kommen. Nach den Trauerfeierlichkeiten sollen die Toten in die Türkei übergeführt werden.

BERLIN: Bundesbank-Chef Axel Weber rechnet für dieses Jahr mit einem Wirtschaftswachstum von 1,9 Prozent in Deutschland. Vor allem die Aufwärtsrisiken bei der Preisentwicklung sowie ein weiterer Ölpreis-Anstieg und eine fortschreitende Abwertung des US-Dollar stellten allerdings Unsicherheiten für diese Prognose dar, sagte Weber der Wochenzeitung "Das Parlament". Weber ergänzte, die Gefahr einer Lohn-Preis-Spirale gebe ebenfalls Anlass zurSorge. Der Bundesbank-Chef bekräftigte in diesem Zusammenhang seine Forderung nach moderaten Lohnabschlüssen.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Im Norden teils wolkig, sonst erneut viel Sonne. Tageswerte zwischen vier Grad am Alpenrand und milden 12 Grad am Niederrhein.

Am Morgen meldeten:

Hamburg: 1 °, wolkig;

Berlin: 2 °, Nebel ;

Dresden: 4°, leicht bewölkt;

Köln/Bonn: minus 1 °, fast wolkenlos;

Frankfurt am Main: 0 °, leicht bewölkt und

München: minus 1°, heiter.

Audio und Video zum Thema