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Nachrichten

Sonntag, 1. Oktober 2006

Hier finden Sie die 10-Uhr Nachrichten der Deutschen Welle vom Sonntag.

TEL AVIV: Israel hat seinen Truppenrückzug aus dem Südlibanon abgeschlossen. Die Armee erklärte, jetzt sei die libanesische Regierung verantwortlich dafür, die Ruhe in dem geräumten Gebiet zu wahren. Israel erfüllt mit dem Abzug einen der wesentlichen Teile des UN-Waffenstillstandsabkommens, das den etwa einmonatigen Krieg mit der radikalislamischen Hisbollah-Miliz beendete. Israel war während der Kämpfe im Juli und August mit rund 10.000 Soldaten in den Süden des Libanon einmarschiert. Die Hisbollah hatte das Gebiet bis dahin kontrolliert. Jetzt sollen UN-Soldaten und libanesische Truppen dafür sorgen, dass es keine neuen Kampfhandlungen gibt.

JERUSALEM: Vor Beginn des jüdischen Versöhnungsfests Jom Kippur an diesem Sonntag sind die Sicherheitskräfte in Israel in erhöhte Alarmbereitschaft versetzt worden. Tausende zusätzliche Polizisten seien an belebten Plätzen im Einsatz, um mögliche Anschläge zu verhindern, hieß es im Rundfunk. Die israelische Armee hatte bereits am Freitag die Palästinensergebiete abgeriegelt. Die Blockade soll mit Ende des Feiertags am Montagabend wieder gelockert werden.

WIEN: In Österreich sind 6,1 Millionen Bürger aufgerufen, ein neues Parlament zu wählen. Die ersten Wahllokale öffneten um Mitternacht. Sie schließen um 17.00 Uhr. Kurz danach wird die erste Wahlprognose veröffentlicht. Nach letzten Meinungsumfragen kann die konservative Volkspartei (ÖVP) von Bundeskanzler Wolfgang Schüssel trotz erwarteter, leichter Verluste mit etwa 39 Prozent wieder stärkste Fraktion im Nationalrat werden. Die oppositionellen Sozialdemokraten lagen zuletzt nur knapp um zwei Prozentpunkte hinter der ÖVP. Ungewiss ist, ob Schüssels Koalitionspartner, das rechte Bündnis Zukunft Österreich (BZÖ) an der Vier-Prozent-Hürde scheitert.-- Hauptthemen im Wahlkampf waren die Einwanderung und der Skandal um die Gewerkschaftsbank BAWAG.

SARAJEVO: In der ehemaligen jugoslawischen Teilrepublik Bosnien-Herzegowina hat die Parlamentswahl begonnen. Die rund drei Millionen Wahlberechtigten entscheiden auch über die drei Präsidenten des Zentralstaates. Daneben entscheiden sie über ihre Vertreter in den beiden Teil-Staaten, der bosnischen Serbenrepublik und der muslimisch-kroatischen Föderation. Die Abstimmung gilt als richtungsweisend für die demokratische Entwicklung des Balkanlandes.

BRASILIA: Die Brasilianer wählen an diesem Sonntag einen neuen Präsidenten. Trotz einer Korruptionsaffäre geht der linksgerichtete Amtsinhaber Luiz Inácio Lula da Silva als klarer Favorit ins Rennen. Laut Umfragen könnte er bereits im ersten Wahlgang die absolute Mehrheit der Stimmen erreichen und damit eine Stichwahl gegen seinen stärksten Rivalen, den Sozialdemokraten Geraldo Alckmin, verhindern. Im größten Land Lateinamerikas sind die rund 126 Millionen Stimmberechtigten zudem aufgerufen, die 513 Mandatsträger des Abgeordnetenhauses sowie ein Drittel der 81 Senatoren zu wählen. Auch die Gouverneure der 27 Bundesstaaten werden neu bestimmt.

BANGKOK: Knapp zwei Wochen nach ihrem Putsch haben die thailändischen Militärmachthaber eine Übergangsverfassung in Kraft gesetzt. Das von König Bhumipol Adulyedej gebilligte Dokument garantiert ihnen Straffreiheit für den Staatsstreich vom 19. September. Außerdem erhalten sie die Vollmacht, sowohl den Ministerpräsidenten als auch Minister zu entlassen. Die Militärmachthaber haben auch das letzte Wort bei der Auswahl der 100 Mitglieder eines Komitees, das eine neue Verfassung erarbeiten soll. Eine neue Verfassung sei notwendig, weil die alte zu viele Schlupflöcher für den abgesetzten Ministerpräsidenten Thaksin Shinawatra für Machtmissbrauch und Korruption gelassen habe, hieß es.

ERIWAN: Der französische Präsident Jacques Chirac hat die Türkei vor einem möglichen EU-Beitritt zur Anerkennung des Völkermordes an den Armeniern im Ersten Weltkrieg aufgefordert. Die Türkei solle die begangenen Fehler eingestehen, sagte Chirac bei einem Besuch in Armenien vor Journalisten. Deutschland habe den Holocaust als Teil seiner Geschichte anerkannt und sei damit im Ansehen der anderen Völker gestiegen, sagte der französische Präsident. Chirac war als erster französischer Staatschef für zwei Tage nach Armenien gereist. In Frankreich leben rund 450.000 Menschen armenischer Abstammung. Es ist die größte armenische Gemeinde in Westeuropa.

BERLIN: Bundeswirtschaftsminister Michael Glos hat seine Wirtschaftsprognose für 2006 deutlich nach oben korrigiert. Der 'Bild am Sonntag' sagte der CSU-Politiker, er erwarte für Deutschland in diesem Jahr ein Wachstum zwischen zwei und 2,5 Prozent. Wenn man sich nicht auf den Lorbeeren ausruhe, werde Deutschland eine längere Wachstumsphase bekommen. Auf dem Arbeitsmarkt gebe es den Anfang einer Trendwende. Die Zahl der Arbeitslosen könne dauerhaft unter die Vier-Millionen-Grenze sinken, erklärte Glos.

ZUR FORMEL-1: Ferrari-Pilot Michael Schumacher hat den Großen Preis von China gewonnen. Er kam damit dem achten Titelgewinn in der Formel-1 einen Schritt näher. Zweiter in Schanghai wurde Titelverteidiger Fernando Alonso auf Renault, Dritter der Italiener Giancarlo Fisichella, ebenfalls Renault.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Wechselhaft mit Schauern und Gewittern, insgesamt etwas kühler. Tageswerte maximal 17 bis 23 Grad.

Am Morgen meldeten:

Hamburg: 13 °; Nebel; Berlin, Dresden und München: 15 °; leichter Regen; Köln/Bonn: 15° ; wolkig und Frankfurt am Main: 16 °; dunstig.

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