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Nachrichten

Sonntag, 1. November 2009

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle vom Sonntag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei

KABUL: Knapp eine Woche vor der geplanten Präsidenten-Stichwahl in Afghanistan hat sich Herausforderer Abdullah Abdullah aus dem Rennen um das höchste Staatsamt zurückgezogen. Da die Voraussetzungen für eine transparente Wahl nicht gegeben seien, werde er an der Abstimmung am kommenden Samstag nicht teilnehmen, erklärte der Rivale von Staatschef Hamid Karsai in Kabul. Abdullah hatte erfolglos gefordert, dass wegen des massiven Wahlbetrugs in der ersten Runde der Chef der Wahlkommission und drei Minister entlassen werden. Ein Sprecher Karsais teilte unterdessen mit, der Präsident wolle auch ohne Gegenkandidaten an der Stichwahl festhalten.

KABUL: Nach dem Anschlag auf ein UN-Gästehaus in Kabul haben afghanische Sicherheitskräfte sechs Verdächtige festgenommen. Sie hätten Verbindungen zu den radikal-islamischen Taliban und der Terrororganisation El-Kaida, teilte der afghanische Geheimdienstchef Amrullah Saleh mit. Drahtzieher des Anschlags sei die Gruppe Hakkani - eine der in Afghanistan aktivsten extremistischen Gruppen. Die Taliban hatten sich zu dem Anschlag bekannt, bei dem sie am Mittwoch ein von den Vereinten Nationen genutztes Gästehaus in der afghanischen Hauptstadt gestürmt und dort fünf UN-Mitarbeiter getötet hatten.

JERUSALEM: US-Außenministerin Hillary Clinton lehnt einen Stopp des israelischen Siedlungsbaus als Voraussetzung für neue Nahost-Friedensverhandlungen ab. Nach einem Treffen mit Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu in Jerusalem appellierte Clinton an die Palästinenser, ohne Vorbedingungen in neue Verhandlungen zu gehen. Netanjahu warf den Palästinensern vor, den Siedlungsbau als Ausrede zu benutzen. Palästinenser-Präsident Mahmud Abbas hatte zuvor bei einem Treffen mit Clinton in Abu Dhabi auf einem vollständigen Baustopp beharrt. Ansonsten werde es keine Wiederaufnahme der Verhandlungen geben, betonte Abbas. Der Ausbau jüdischer Siedlungen im Westjordanland und in Ost-Jerusalem gilt als Haupthindernis für den Nahost-Friedensprozess.

BERLIN: Bundesgesundheitsminister Philipp Rösler will beim geplanten Umbau des Gesundheitssystems mehr Wahlmöglichkeiten für Patienten erreichen. Die Versicherten bräuchten mehr Freiheit bei der Wahl der Therapie, des Arztes und der Krankenkasse, sagte der FDP-Politiker der "Bild am Sonntag". Zudem müsse den gesetzlichen Krankenkassen wieder mehr Wettbewerb untereinander erlaubt werden. Zu unterschiedlichen Beiträgen müssten unterschiedliche Leistungen angeboten werden dürfen. Derzeit gebe es überall die gleiche Leistung zum gleichen Preis, ohne dass die Patienten durchschauen könnten, was mit ihrem Geld geschehe und wer was wie abrechne, sagte Rösler. - Die Gesundheitspolitik war eines der zentralen Streit-Themen bei den Koalitionsverhandlungen von Union und FDP.

WARSCHAU: Der neue deutsche Außenminister Guido Westerwelle hat bei seinem Antrittsbesuch in Polen für eine enge bilaterale Zusammenarbeit geworben. Die deutsch-polnische Freundschaft sei nicht nur gut für beide Länder, sondern auch wichtig für Europa, sagte Westerwelle nach politischen Gesprächen in Warschau. Polens Außenminister Radoslaw Sikorski erklärte, sein Land habe nie bessere Beziehungen zu Deutschland gehabt, als gegenwärtig.

BERLIN: Bundespräsident Horst Köhler hat die Verdienste von Alt-Kanzler Helmut Kohl, des früheren US-Präsidenten George Bush senior und des ehemaligen sowjetischen Staatschef Michail Gorbatschow um die deutsche Einheit gewürdigt. Die Freiheitsliebe der Völker, die friedlichen Revolutionen von 1989 und die Staatskunst der drei Politiker hätten für Millionen Menschen Türen und Tore aufgestoßen, sagte Köhler auf einer Gedenkfeier zum bevorstehenden 20. Jahrestag des Falls der Mauer in Berlin. Kohl rief die Bürger dazu auf, stolz auf die deutsche Einheit zu sein.

KOROR: Nach ihrer Freilassung aus dem US-Gefangenenlager Guantanamo sind sechs chinesische Muslime in den Inselstaat Palau gebracht worden. Das kleine Pazifikland hatte sich zur Aufnahme der Uiguren bereiterklärt. Die USA hatten den Terrorverdacht gegen die Männer bereits vor Jahren fallengelassen. Die Uiguren wurden jedoch nicht nach China ausgewiesen, weil ihnen dort nach Ansicht der US-Regierung Folter droht.

BELGRAD: Bei einer landesweiten Razzia gegen Drogendealer hat die serbische Polizei mehrere hundert Verdächtige vorläufig festgenommen. Im Rahmen der Operation wurden mehr als 600 Gebäude durchsucht. Die Polizei beschlagnahmte mehrere dutzend Kilogramm verschiedener Drogen, aber auch Waffen und gestohlene Autos. Zudem wurden falsche Dollarnoten im Nominalwert von mehr als einer Million Dollar gefunden. An dem Großeinsatz waren mehr als 2.000 Polizisten beteiligt.

KIEW: In der Ukraine ist es wegen der starken Ausbreitung der Schweinegrippe zu Panikkäufen von Medikamenten und Schutzmasken gekommen. In vielen Städten seien diese Artikel ausverkauft, hieß es in Agenturberichten. Regierungschefin Julia Timoschenko rief die Bevölkerung auf, sich Schutzmasken zu basteln und in der Öffentlichkeit zu tragen. - Nach Angaben von Präsident Viktor Juschtschenko sind rund 150.000 Menschen an der Schweinegrippe erkrankt und mindestens 48 an der Infektion gestorben.

MOSKAU: Beim Absturz eines Transportflugzeugs des russischen Innenministeriums sind alle elf Insassen ums Leben gekommen. Das Unglück ereignete sich kurz nach dem Start der Maschine vom Flughafen der Stadt Mirny in der Region Jakutien, wie das Katastrophenschutzministerium in Moskau mitteilte. Die Absturzursache ist unklar.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Im Westen und Nordwesten stark bewölkt, später Regen. In der Südosthälfte längere freundliche Abschnitte. Höchstwerte zwischen fünf Grad auf Usedom und bis zu 17 Grad am Oberrhein.

Zuletzt meldeten:

Hamburg: 4 Grad, dunstig;

Berlin: minus 1 Grad, dunstig;

Dresden: 0 Grad, leicht bewölkt;

Köln/Bonn: 8 Grad, bedeckt;

Frankfurt am Main: 5 Grad, dunstig und

München: 5 Grad, leicht bewölkt.

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