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Nachrichten

Sonntag, 1. März 2009

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle vom Sonntag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

BRÜSSEL: Die Staats- und Regierungschefs der Europäischen Union kommen an diesem Sonntag zu einem Sondergipfel zusammen, um nach einer gemeinsamen Antwort auf die Wirtschafts- und Finanzkrise zu suchen. Zweieinhalb Wochen vor ihrem regulären Frühjahrsgipfel wollen die Spitzenpolitiker in Brüssel insbesondere über die schwierige Lage der Automobilindustrie und die wirtschaftliche Entwicklung in Osteuropa sprechen. Die tschechische EU-Ratspräsidentschaft und Bundeskanzlerin Angela Merkel riefen die Teilnehmer zur Geschlossenheit auf. Es dürfe keine neue Spaltung Europas geben, erklärte Tschechiens Regierungschef Mirek Topolanek. Merkel betonte, die EU müsse dafür sorgen, dass sich die aktuelle massive Finanzkrise nicht wiederholen könne.

BANGKOK: Die Mitglieder der südostasiatischen Staatengemeinschaft ASEAN wollen ihren Kampf gegen die weltweite Finanzkrise eng aufeinander abstimmen. Bei ihrem Gipfeltreffen im thailändischen Hua Hin sprachen sich die zehn ASEAN-Länder für koordinierte Schritte zur Ankurbelung der Wirtschaft und gegen Protektionismus aus. Begrüßenswert seien Steueranreize, eine Lockerung der Geldpolitik und eine Anregung der Binnennachfrage, heißt es in der Abschlusserklärung der Staats- und Regierungschefs. Konkrete Maßnahmen wurden allerdings nicht vereinbart. Die ASEAN-Länder verabschiedeten zudem einen Fahrplan zur Schaffung einer politischen Gemeinschaft nach Vorbild der Europäischen Union. - Dem ASEAN-Bündnis gehören Brunei, Birma, Indonesien, Kambodscha, Laos, Malaysia, die Philippinen, Singapur, Thailand und Vietnam an.

WASHINGTON: US-Außenministerin Hillary Clinton ist zu einer Reise in den Nahen Osten und nach Europa aufgebrochen. Erste Station ist Ägypten, wo sie am Montag in Scharm el Scheich an einer Geberkonferenz für den Gazastreifen teilnehmen wird. Anschließend will sie Israel und die Palästinensergebiete besuchen. Für Donnerstag ist Clintons Teilnahme an einem Nato-Ministertreffen in Brüssel geplant.

BERLIN: Angesichts der Krise beim Autobauer Opel hat Bundeswirtschaftsminister Karl-Theodor zu Guttenberg vor überzogenen Erwartungen für den Fall gewarnt, dass der Staat bei angeschlagenen Unternehmen einsteigt. Es sei ein Irrglaube, dass ein Eingreifen des Staates Unternehmen vor Arbeitsplatzabbau schütze, sagte Guttenberg. Vielmehr würden die Vorgaben der Europäischen Union gerade bei Umstrukturierungsbeihilfen grundsätzlich Stellenstreichungen erzwingen. Die Bundesregierung müsse zudem darauf achten, dass nicht durch staatliches Handeln die Arbeitsplätze der einen Firma gerettet, dafür die eines Konkurrenten aber vernichtet würden, so Guttenberg. Der neue Bundeswirtschaftsminister fügte mit Blick auf Opel hinzu, es dürfe nicht darum gehen, das Unternehmen aus Nostalgie zu retten. Der Konzern brauche ein tragfähiges Konzept.

WIEN: In den österreichischen Bundesländern Kärnten und Salzburg sind die Bürger aufgerufen, neue Landesparlamente zu wählen. Während in Salzburg mit einem Sieg der regierenden Sozialdemokraten gerechnet wird, deuteten jüngste Umfragen in Kärnten auf ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen Sozialdemokraten und dem rechtsgerichteten 'Bündnis Zukunft Österreich' hin. Sollte das vom 2008 tödlich verunglückten Regierungschef Jörg Haider gegründete BZÖ nur zweitstärkste Kraft in Kärnten werden, erwarten politische Beobachter einen Bedeutungsverlust der Partei.

MOGADISCHU: Einen Monat nach seiner Wahl hat der somalische Präsident Sharif Sheik Ahmed der Wiedereinführung islamischen Rechts in seinem Land zugestimmt. Er werde künftig auf der Grundlage der Scharia regieren, sagte der Präsident. Der gemäßigte Islamistenführer erhofft sich, dass dadurch die Gewalt in Somalia eingedämmt wird. In der vergangenen Woche war es in dem Land am Horn von Afrika zu heftigen Kämpfen zwischen islamistischen Rebellen und regierungstreuen Kräften gekommen. Etliche Menschen wurden getötet.

BERLIN/ NEW YORK: UN-Generalsekretär Ban Ki Moon hat dazu aufgerufen, den Kampf gegen Landminen zu verstärken, durch die jedes Jahr etliche Menschen getötet und verletzt werden. Zum zehnten Jahrestag des Inkrafttretens des Abkommens zum Verbot von Landminen an diesem Sonntag erklärte Ban, die versteckten Sprengsätze erschwerten die Entwicklung der Länder. Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier kündigte an, Deutschland werde sein Engagement zur Beseitigung von Landminen nochmals verstärken. Dazu würden allein in diesem Jahr 18,6 Millionen Euro bereitgestellt. Damit sei Deutschland zu etwa 20 Prozent am Anti-Minen-Programm der EU beteiligt. Der Minister forderte dazu auf, neben Landminen auch Streumunition zu ächten, die besonders hohe Verluste in der Zivilbevölkerung verursache.

BERLIN: Deutschland stellt für den Erhalt der Gedenkstätte des Konzentrations- und Vernichtungslagers Auschwitz-Birkenau zunächst eine Million Euro bereit. Wie das Auswärtige Amt in Berlin mitteilte, will sich Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier dafür einsetzen, dass im kommenden Haushalt zusätzliche Mittel eingestellt werden. Er wolle auch bei der deutschen Wirtschaft um Unterstützung werben. Die polnische Regierung hatte international dazu aufgerufen, einen Fonds für den Erhalt der Anlagen des Nazi-Konzentrationslagers im Süden Polens zu unterstützen. - Die Nazis hatten allein dort zwischen 1940 und 1945 etwa 1,1 Millionen Menschen ermordet.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Zum meteorologischen Frühlingsanfang ist es meist trocken, längere sonnige Abschnitte gibt es vor allem in Baden-Württemberg und Bayern. Tageswerte zwischen kühlen fünf Grad im Osten und milden 15 Grad entlang des Rheins.

Am Morgen meldeten:

Hamburg: 6 Grad, leichter Regen;

Berlin: 4 Grad, Nebel;

Dresden : 5 Grad, dunstig;

Köln/Bonn: 7 Grad, wolkig;

Frankfurt am Main: 5 Grad, bedeckt und

München: 0 Grad, Nebel.

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