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Nachrichten

Sonntag, 1. Juni 2008

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Sonntag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

BEIRUT: Außenminister Frank-Walter Steinmeier ist zum Auftakt seiner Gespräche im Libanon mit dem vor einer Woche gewählten Staatschef Michel Suleiman zusammengetroffen. Beide wollten die Perspektive für den Libanon nach der Beilegung der 18 Monate dauernden Staatskrise erörtern. Derzeit bemüht sich der designierte Ministerpräsident Fuad Siniora um eine Regierung der nationalen Einheit. Steinmeier will der libanesischen Führung die Unterstützung Deutschlands zusichern. 2009 wird im Libanon ein neues Parlament gewählt. Auf dem Programm Steinmeiers steht auch ein Besuch der Bundeswehr-Fregatte 'Hessen'. Das Schiff gehört zum deutschen UNIFIL-Kontingent, das mit Einheiten aus weiteren sechs Länder den Waffenschmuggel in den Libanon über das Mittelmeer unterbinden soll.

SKOPJE: In Mazedonien wird ein neues Parlament gewählt. Knapp 1,8 Millionen Wahlberechtigte sind zur Stimmabgabe aufgerufen. Als Favorit gilt die konservative Partei von Ministerpräsident Nikola Gruevski. Sie liegt in Umfragen deutlich vor den oppositionellen Sozialdemokraten. Die vorgezogene Neuwahl war nötig geworden, weil Ministerpräsident Gruevski sich geweigert hatte, das Kosovo als eigenen Staat anzuerkennen. Daraufhin hatte die Demokratische Partei der Albaner die Koalitionsregierung verlassen.

BERN: Die Schweizer sind zur Abstimmung über eine Verschärfung der Einbürgerungsgesetze aufgerufen. Künftig soll nach dem Willen der rechtspopulistischen Schweizerischen Volkspartei nicht mehr eine Kommission über den Einbürgerungswunsch von Ausländern befinden, sondern direkt die Bevölkerung in den Kommunen. Ein Widerspruch gegen deren Entscheidungen soll nicht möglich sein. Regierung und Parlament in Bern sind gegen die Gesetzesinitiative. Sie befördere Diskriminierung und Willkür.

WASHINGTON: Im Rennen um die Präsidentschaftskandidatur der US-Demokraten muss Senatorin Hillary Clinton einen weiteren Rückschlag hinnehmen. Zwar entschied ein Parteiausschuss auf Drängen Clintons, dass die Delegierten der Bundesstaaten Florida und Michigan nun doch zum Nominierungsparteitag im August zugelassen werden. Allerdings werden deren Stimmen nur zur Hälfte gewertet. Damit kann Clinton, obwohl sie die Vorwahlen in Florida und Michigan gewonnen hatte, den Rückstand auf ihren Rivalen Barack Obama nicht entscheidend verkürzen. Während Obama den Schiedsspruch umgehend anerkannte, behielt sich Clinton einen Einspruch vor.

PEKING: Im chinesischen Erdbebengebiet gibt es Hoffnung darauf, die Gefahr einer Überflutung bannen zu können. Hunderte chinesische Soldaten bauten einen Abflusskanal für einen großen Stausee, der sich durch das Beben im Mai gebildet hatte. Das angestaute Wasser soll nun kontrolliert abfließen. Aus Angst vor Überflutungen hatten die Behörden in den vergangenen Tagen fast 200.000 Menschen in Sicherheit gebracht. Nach dem Beben in der Provinz Sechuan hatten sich mehr als 30 Flüsse durch Erdrutsche aufgestaut.

WASHINGTON: Die USA wollen vier Marineschiffe von der Küste Birmas abziehen, weil die dortige Militär-Regierung das Entladen der Hilfsgüter blockiert. Die USA hätten die birmanische Regierung nun schon 15 Mal gebeten, die Hilfsgüter an die Wirbelsturmopfer zu verteilen, sagte Gates zur Begründung. Er betonte allerdings, dass die endgültige Entscheidung über den Abzug der Schiffe noch nicht gefallen sei. Nach den Worten des US-Verteidigungsministers mussten durch die dauerhafte Behinderung internationaler Hilfe mehrere zehntausend Menschen in Birma sterben.

MÜNCHEN: Mit Beratungen zur Steuerpolitik hat die FDP ihren Parteitag fortgesetzt. Mit Blick auf die Bundestagswahl im kommenden Jahr legte der Vorstand den Delegierten in München ein Konzept vor, das einen dreistufigen Steuersatz von zehn, 25 und 35 Prozent fordert. Ein Gegenantrag des nordrhein-westfälischen Landesverbandes propagiert Einkommensteuersätze von zehn, 20 und 30 Prozent. In einem am Samstag verabschiedeten Antrag treten die Liberalen für eine deutliche Absenkung der Energiebesteuerung ein. In einer Grundsatzrede erteilte Parteichef Guido Westerwelle einem sogenannten Ampel-Bündnis mit SPD und Grünen eine Absage. Er sagte, die Liberalen seien eigenständig und nicht zuerst Koalitionspartner.

NÜRNBERG: Mit einem Aufruf zur Geschlossenheit hat SPD-Chef Kurt Beck versucht, die Debatte um Führung und Kurs der Sozialdemokraten zu beenden. Bei einem SPD-Kongress in Nürnberg appellierte Beck an seine Partei, sich durch schlechte Umfragewerte und negative Berichterstattung nicht verunsichern zu lassen. Zugleich räumte er auch eigene Fehler ein. Für die Zeit nach der Bundestagwahl 2009 warb der SPD-Vorsitzende für ein sogenanntes 'Ampel-Bündnis' mit FDP und Grünen. Hingegen werde es mit der Partei 'Die Linke' auf Bundesebene keinerlei Zusammenarbeit geben, versicherte Beck.

BERLIN: Die Arbeitgeber wollen nach den Worten ihres Präsidenten vor dem Verfassungsgericht eine Senkung der Beiträge zur Arbeitslosenversicherung erzwingen. Falls die große Koalition nicht bis spätestens Ende August einlenke, werde eine Verfassungsbeschwerde in Karlsruhe erhoben, sagte Arbeitgeber-Präsident Dieter Hundt der 'Bild am Sonntag'. Finanzminister Peer Steinbrück leite Beiträge zur Arbeitslosenversicherung in Höhe von fünf Milliarden Euro jährlich in den Bundeshaushalt und bezahle damit Verwaltungskosten und Fördermaßnahmen für Arbeitslosengeld-II-Empfänger. Dies sei nicht zulässig. Mit dem Geld müsse der Beitrag zur Arbeitslosenversicherung um weitere 0,6 Prozentpunkte gesenkt werden.

CAPE CANAVERAL: Die US-Raumfähre 'Discovery' ist erfolgreich ins All gestartet. Der Space Shuttle mit sieben Astronauten an Bord hob planmäßig vom Weltraumbahnhof Cape Canaveral in Florida ab. Die 'Discovery' soll unter anderem ein weiteres Modul für das japanische Weltraumlabor 'Kibo' zur Internationalen Raumstation ISS bringen. Dort wartet die Besatzung zudem auf dringend benötigte Ersatzteile für ihre defekte Weltraumtoilette.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Im Nordosten und im Süden sonnig und trocken. In den übrigen Landesteilen zunächst heiter, im Tagesverlauf einzelne Schauer oder Gewitter. Höchstwerte 22 bis 31 Grad.

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