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Nachrichten

Sonntag, 1. August 2010

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Sonntag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

NEW YORK: An diesem Sonntag tritt die internationale Konvention gegen Streubomben in Kraft. Das Abkommen ist von bisher 108 Ländern unterzeichnet und von 38 Staaten auch ratifiziert worden, unter ihnen Deutschland. Die größten Produzenten und Anwender dieses Waffentyps, die USA, Russland, China und Israel sind der Konvention bislang nicht beigetreten. Den Unterzeichnerstaaten ist der Einsatz von Streubomben, aber auch deren Herstellung, Lagerung und Weitergabe verboten. Sie gelten als besonders heimtückisch, da viele Blindgänger erst Jahre oder Jahrzehnte nach den Kampfhandlungen explodieren und dabei Zivilisten töten oder verletzen.

BERLIN: Bundespräsident Wulff hat angeregt, zur Aufarbeitung der Katastrophe bei der Loveparade in Duisburg einen Hilfsfonds zu gründen und einen Ombudsmann einzusetzen. Den Angehörigen der 21 Todesopfer der Massenpanik könne so schnell und unbürokratisch geholfen werden, sagte Wulff der Zeitung "Bild am Sonntag". Der Ombudsmann solle die Hinterbliebenen bei Behördengängen unterstützen und sie gegenüber Versicherungen und Anwälten vertreten. Wulff, Bundeskanzlerin Merkel und weitere Politiker hatten zusammen mit Angehörigen am Samstag in Duisburg an einem ökumenischen Trauergottesdienst für die Opfer der Katastrophe teilgenommen.

KABUL: In Afghanistan sind erneut mehrere Anschläge verübt worden. Dabei wurden mindestens neun Menschen getötet. Bei Kandahar im Süden des Landes starben nach offiziellen Angaben sechs Zivilisten, als ihr Fahrzeug von einem am Straßenrand versteckten Sprengsatz getroffen wurde. In Kundus riss ein Selbstmordattentäter während eines Fußballspiels drei Menschen mit in den Tod. - Die Niederlande beenden nach vier Jahren ihren Einsatz in der Internationalen Schutztruppe ISAF. In der Provinz Urusgan begann der Abzug der derzeit knapp 2.000 Soldaten. Das militärische Engagement am Hindukusch war in den Niederlanden umstritten und führte im Februar zum Bruch der Regierungskoalition.

BRÜSSEL/ISLAMABAD: Die Europäische Union hat für die Flutopfer in Pakistan 30 Millionen Euro Soforthilfe bereitgestellt. Mit dem Geld sollen Notunterkünfte, Decken sowie die Aufbereitung von Trinkwasser und der Bau von Toiletten finanziert werden, wie die EU-Kommission mitteilte. Die Zahl der Flutopfer nach den heftigen Monsunregenfällen ist mittlerweile auf fast 900 gestiegen.

BRÜSSEL: US-Terrorfahnder erhalten wieder Zugriff auf die Daten von europäischen Bankkunden, die Überweisungen ins Ausland tätigen. Ermöglicht wird dies durch das lange umstrittene "Swift"-Abkommen, mit dem amerikanische Geheimdienste bei der Fahndung nach Terroristen ab sofort internationale Geldtransfers überprüfen können. Innereuropäische Überweisungen sind allerdings nicht betroffen. Das Europaparlament hatte eine erste Fassung des Abkommens im Februar wegen Bedenken beim Datenschutz abgelehnt.

MOSKAU: Die verheerenden Wald- und Torfbrände in Zentralrussland wüten weiter. Bisher kamen einer vorläufigen Bilanz zufolge mindestens 30 Menschen ums Leben. Trotz eines Großeinsatzes von Militär und Feuerwehr vergrößerte sich das Brandgebiet um ein Drittel - auf jetzt insgesamt mehr als 1.200 Quadratkilometer. In 14 Regionen wurde der Ausnahmezustand verhängt. Russland leidet seit Wochen unter einer Hitzewelle mit Temperaturen von bis zu 40 Grad.

BONN: Die sogenannte Oberharzer Wasserwirtschaft ist in die Liste der Weltkulturerbestätten aufgenommen worden. Das Welterbekomitee der UN-Kulturorganisation UNESCO würdigte das teilweise bereits vor 800 Jahren angelegte Wassersammel- und -verteilsystem als eines der größten vorindustriellen Energieversorgungssysteme. Das auch "Wasserregal" genannte Kulturdenkmal besteht aus kleinen Stauseen, Gräben, Stollen und Teichen und hat eine Länge von mehr als 300 Kilometern. Das Wasser wurde so zu Bergwerken und Hütten geleitet, wo es unzählige Wasserräder über- und untertage antrieb.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Im Nordwesten Wechsel von etwas Sonne und vielen Wolken, gebietsweise Schauer. In der Südosthälfte viel Sonne. Höchstwerte zwischen 20 und 30 Grad.

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