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Nachrichten

Sonntag, 1. April 2007

Hier finden Sie die 13-Uhr Nachrichten der Deutschen Welle vom Sonntag.

JERUSALEM: Bundeskanzlerin Angela Merkel hat sich zuversichtlich über die Friedensaussichten für den Nahen Osten geäußert. Sie habe das Gefühl, dass die 'Dinge in Bewegung' seien, sagte Merkel in Jerusalem. Langfristiges Ziel müsse eine Zwei-Staaten-Lösung sein, bei der Israel und ein lebensfähiger palästinensischer Staat Seite an Seite existierten. Im Laufe des Tages will sich die Kanzlerin und amtierende EU-Ratspräsidentin noch mit Israels Regierungschef Ehud Olmert und Palästinenser-Präsident Mahmud Abbas treffen. - Von der Hebräischen Universität in Jerusalem erhielt Merkel die Ehrendoktorwürde. Zuvor hatte sie die Holocaust-Gedenkstätte Jad Vaschem besucht.

JERUSALEM: Wegen des anstehenden jüdischen Passah-Festes hat Israel die Palästinensergebiete wieder komplett abgeriegelt. Ohne Sondergenehmigung dürfe vorerst niemand mehr das Westjordanland und den Gazastreifen betreten oder verlassen, teilte ein Militärsprecher mit. Mit der Abriegelung will Israel mögliche Anschläge radikaler Palästinenser verhindern. - Das Passah-Fest erinnert an den Auszug des jüdischen Volkes aus Ägypten und seiner Befreiung von der Sklaverei.

WASHINGTON: Mehr als eine Woche nach der Festnahme britischer Marinesoldaten durch den Iran hat sich auch US-Präsident George W. Bush in den Konflikt eingeschaltet. Er nannte das Vorgehen Teherans 'unentschuldbar' und forderte die sofortige Freilassung der Soldaten. Zugleich unterstützte Bush die Bestrebungen des britischen Premierministers Tony Blair, die Krise mit diplomatischen Mitteln zu lösen. Nach Presse-Informationen plant die Regierung in London, einen Marineoffizier nach Teheran zu entsenden. Dieser solle dort öffentlich das Versprechen abgeben, dass britische Soldaten niemals wissentlich iranische Hoheitsgewässer verletzen würden.

KABUL: SPD-Chef Kurt Beck hat den Einsatz deutscher Tornado- Aufklärungsflugzeuge in Afghanistan verteidigt. Bei einem Besuch im Bundeswehrstützpunkt im nordafghanischen Kundus nannte Beck die Entsendung 'richtig und wichtig'. Zugleich räumte der SPD-Politiker ein, dass die Sicherheitslage in Afghanistan nach wie vor kritisch sei. Die sechs Tornado-Flugzeuge starten am Montag in ihren umstrittenen Einsatz. - Auf dem Programm Becks steht an diesem Sonntag auch ein Treffen mit dem afghanischen Präsidenten Hamid Karsai. Dabei soll es um die deutsche Unterstützung beim Wiederaufbau des Landes gehen.

BERLIN: An diesem Sonntag ist die erste Stufe der lange umstrittenen Gesundheitsreform in Kraft getreten. Die gesetzlichen Kassen müssen nun zusätzliche Leistungen für die Versicherten bezahlen. So werden zum Beispiel Eltern-Kind-Kuren, Impfungen und Reha-Behandlungen für ältere Menschen erstattet. Die Kassen können außerdem neue Wahltarife anbieten, die für einen geringeren Beitrag gekürzte Leistungen vorsehen. Zudem haben Nichtversicherte ab sofort ein Rückkehrrecht in ihre alte gesetzliche Kasse. Die größten Änderungen werden erst 2009 wirksam. Dann soll der so genannte Gesundheitsfonds eingeführt werden und die Privatkassen müssen einen Basistarif anbieten, der dem Leistungsumfang gesetzlicher Kassen entspricht.

ROM: Mit einem feierlichen Gottesdienst auf dem Petersplatz hat Papst Benedikt XVI. die Karwoche eröffnet. In seiner Predigt vor mehreren zehntausend Menschen betonte er, Verdienst, Karriere und Erfolg könnten nicht das letzte Ziel des Lebens sein. Benedikt ermahnte die Christen, ihr Leben in den Dienst der Nächstenliebe zu stellen.

KATHMANDU: In Nepal sind die ehemaligen maoistischen Rebellen erstmals an der Regierung beteiligt. In der Hauptstadt Kathmandu wurden 22 Kabinettsmitglieder, unter ihnen fünf Maoisten, vereidigt. Ministerpräsident Girija Prasad Koirala und Maoisten-Chef Prachanda sprachen vom 'Beginn einer neuen Ära'. - Die Übergangsregierung hat den Auftrag, die Wahl einer verfassungsgebenden Versammlung im Juni vorzubereiten. Diese Versammlung soll auch über die Zukunft der Monachrie in Nepal entscheiden, deren Abschaffung die Maoisten fordern.

CAMP DAVID: Präsident George W. Bush hat "substantielle" Kürzungen der USA bei den Subventionen für landwirtschaftliche Produkte in Aussicht gestellt, um einen Erfolg der Welthandelsgespräche der sogenannten Doha-Runde möglich zu machen. Nach einem Treffen mit seinem brasilianischen Kollegen Luiz Inácio Lula da Silva betonte Bush aber, dies setze auch Zugeständnisse der anderen voraus, vor allem bei einem freien Zugang der US-Wirtschaft zu fremden Märkten. -- Lula äußerte sich nach den Gesprächen in Camp David "optimistisch". Die Parteien seien "einer Einigung so nah wie nie zuvor". - Kritisch äußerte sich der brasilianische Staatschef über die von den USA erhobenen Einfuhrzölle auf den Biosprit Ethanol aus seinem Land.

ZUM SPORT: Bei der Schwimm-Weltmeisterschaft in Melbourne hat Thomas Rupprath eine Silber-Medaille für Deutschland geholt. Über 50 Meter Rücken musste sich der Weltrekordler aus Rostock nur dem Südafrikaner Gerhard Zandberg geschlagen geben. - Der ehemalige Box-Weltmeister Henry Maske feierte nach mehr als zehnjähriger Pause ein erfolgreiches Comeback. Der 43-Jährige gewann in München gegen den Amerikaner Virgil Hill klar nach Punkten. Maske revanchierte sich damit für die einzige Niederlage seiner Profi-Karriere, die ihm Hill 1996 zugefügt hatte.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Verbreitet sonnig, vom Niederrhein bis zum Alpenrand auch lockere Wolkenfelder. Überall trocken bei aufkommendem Wind. Höchstwerte zehn bis 18 Grad. Am Rhein stellenweise 20 Grad.

Zuletzt meldeten:

Hamburg: 11 Grad, wolkenlos;
Berlin: 13 Grad, wolkenlos;
Dresden: 12 Grad, wolkenlos;
Köln/Bonn: 14 Grad, wolkenlos;
Frankfurt am Main: 12 Grad, fast wolkenlos und
München: 9 Grad, leicht bewölkt.

Audio und Video zum Thema

  • Datum 01.04.2007
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