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Wissen & Umwelt

Sonnensturm zeigt sich milde

Nach Expertenwarnungen vor dem mächtigsten Sonnensturm seit Jahren sind die befürchteten Störungen auf der Erde ausgeblieben. Nennenswerte Technik-Ausfälle wurden jedenfalls nicht registriert.

Die Wolke aus geladenen Teilchen, die die Erde traf, war am Ende deutlich harmloser als vorhergesagt. Der Sonnensturm hatte nach Angaben der US-Behörde für Wetter- und Meeresforschung (NOAA) keine größeren Auswirkungen auf Stromnetze, Kommunikationssysteme und GPS-Navigationsgeräte. Lediglich einige Störungen im Funkverkehr bei Flügen über den Erdpolen wurden registriert. Mehrere Airlines veränderten vorsichtshalber ihre Flugrouten - allerdings so geringfügig, dass es dadurch nur zu maximal 15-minütigen Verspätungen kam.

Der Sonnensturm - eine Störung des Magnetfeldes der Erde - hatte vor einigen Tagen mit einer Sonneneruption begonnen. Dabei wurde Plasma ausgestoßen und mit einer Geschwindigkeit von 6,4 Millionen Kilometern pro Stunde ins Weltall geschleudert. Die NOAA sprach angesichts der Macht der Eruptionen vom womöglich heftigsten Sonnensturm seit Ende 2006 und ordnete ihn auf ihrer fünfstufigen Skala zunächst bei Stärke 3 ein. Auch die NASA warnte vor einem "schweren" magnetischen Sturm.

Stufe 1 statt 3

Inzwischen räumte die NOAA ein, sie habe mit ihrer Vorhersage danebengelegen. Allerdings sei es "fast unmöglich", genaue Aussagen über das Magnetfeld innerhalb der von der Sonne ausgestoßenen Teilchenwolke zu machen. Letztlich erreichte der Sonnensturm nur die niedrigste Skala-Stufe.

In ihrem elfjährigen Zyklus bewegt sich die Sonne derzeit auf den Höhepunkt ihrer Aktivität zu. Nach Angaben der NASA wird er für 2013 erwartet. Experten befürchten, dass es dadurch verstärkt zu Störungen im Alltag kommen könnte, da mittlerweile Satelliten und Navigationssysteme viel stärker im Einsatz sind als zu früheren Zeiten.

wa/haz (afp, dpa)