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Reise

Sommer an der "Kölschen Riviera"

Nur sieben Kilometer vom Kölner Dom entfernt herrscht Sommerferienidylle pur. Wer will da noch nach Mallorca? Die Gäste des Campingplatzes in Köln-Rodenkirchen jedenfalls nicht.

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So genießt man den Sommer

Reiner Facheln hat Tisch und Liegestuhl unter das Vorzelt seines Wohnwagens gestellt. Er lehnt seinen nackten Oberkörper entspannt zurück, die Augen halb geschlossen. Vor sich eine Tasse Kaffee, im Vogelkäfig daneben sitzt Wellensittich "Kurt" träge auf seiner Stange. Die Sonne brennt heiß vom Himmel an diesem Nachmittag. Zum Wasser sind es zu Fuß keine fünf Minuten. Ferienidylle, wie sie sich der pensionierte Stuckateur aus Köln vorstellt. Doch Facheln urlaubt weder am Mittelmeer noch an der niederländischen Nordseeküste.

In 30 Minuten zu Hause

Seit sechs Jahren verbringt Facheln mit Frau und Enkeln jeden Sommer auf dem Campingplatz in Köln-Rodenkirchen, nur sieben Kilometer Luftlinie vom Dom entfernt. "Ob Sie hier oder in Spanien auf dem Campingplatz sind, ist doch das gleiche", lautet Fachelns Urlaubsphilosophie. Und für Internationalität ist auch gesorgt, denn Campingfreunde aus ganz Europa zieht es an den Rhein. Zudem bietet der Urlaub in der Heimat so manchen logistischen Vorteil: "Wenn etwas fehlt, sind wir in 30 Minuten zu Hause!"

Sandstrand am Rheinufer

Campingplatzbesitzerin Susanne Berger betreibt den Supermarkt, Treffpunkt der kleinen Feriengemeinde auf dem Platz. Für die Familien mit kleinen Kindern organisiert Berger auch das Sommerfest. Dann gibt es neben einer Hüpfburg auch Kinderschminken und eine Modenschau für die Kleinen.

Einer der Campingfreunde, Horst Alex aus Remscheid, verbringt schon seit den 1970er Jahren jeden Sommer in Rodenkirchen. "Wir sind früher mit dem Wohnwagen viel herumgereist", erinnert er sich, "aber hier hat es uns dann doch am besten gefallen: das Wasser, der Rhein, der Sandstrand am Ufer."

Gefahr bei Hochwasser

Ein paar Wohnwagen weiter begutachtet Wilfried Schmalbein, Kraftfahrer im Vorruhestand, mit seiner Frau den 15-PS-Motor seines Schlauchboots. Das Boot hat Schmalbein nach seiner Frau benannt, nur der Schriftzug "Anita" fehlt noch. Nachbar Manfred Lisse ist ein "Urgestein" auf dem Platz. Der Kölner ist seit 35 Jahren Dauercamper. "Wir machen hier Bootstouren, legen irgendwo an, trinken Kölsch und fahren weiter", erzählt er begeistert.

Die Dauermiete für den Platz findet er allerdings nicht billig: 550 Euro für die Zeit von April bis Oktober. Dann müssen die Camper vom Platz - wegen der Hochwassergefahr im Winter. "Ab sechs Meter 30 wird gewarnt", sagt er. Bei Dauerregen müssen die Camper deshalb auch im Sommer vom Platz.

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