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Sahelzone

Soldaten sterben bei Attacke im Niger

Bei einem Angriff mutmaßlicher Terroristen sind im westafrikanischen Niger mindestens 13 Soldaten getötet worden. Die Attacke ereignete sich an der Grenze zu Mali. In der Region sind viele Islamisten aktiv.

Nach Angaben der Regierung in Niamey wurden die Soldaten im Morgengrauen von mindestens sieben Kämpfern attackiert. Diese waren auf Motorrädern und Pick-Ups gekommen und schwer bewaffnet. Ein Armeevertreter sagte, die Angreifer hätten Raketenwerfer und Maschinengewehre bei sich gehabt. Sie seien vom benachbarten Mali aus eingedrungen und nach dort auch wieder geflohen.

Der Angriff ist nicht der erste dieser Art. Erst am 4. Oktober waren bei einem Anti-Terror-Einsatz ebenfalls in Grenznähe zu Mali vier amerikanische und fünf nigrische Soldaten getötet worden.

Transitland für Migranten

Deutschland und Frankreich unterstützen die sogenannten G5-Sahelstaaten (Niger, Mauretanien, Mali, Burkina Faso und Tschad) im Kampf gegen Terror und Schleuser, um Fluchtursachen zu bekämpfen. Der Niger ist ein wichtiges Transitland für Migranten in Richtung Europa. In der bitterarmen Region sind islamistische Terrormilizen aktiv.

Diese haben inzwischen Stellungen in Regionen der Wüste aufgebaut, über die die Regierung keine Kontrolle hat. Von Mali und Niger aus haben die Islamisten auch Attentate in Burkina Faso und der Elfenbeinküste verübt. Sie werden unter anderem verantwortlich gemacht für die Entführung von Ausländern und für Angriffe auf Hotels.

haz/wa (rtr, dpa, ap)