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Elfenbeinküste

Soldaten erklären Meuterei in der Elfenbeinküste für beendet

Nachdem die Regierung der Elfenbeinküste eingelenkt hat, nehmen die Soldaten ihren Dienst wieder auf. Der seit Monaten ausstehende Sold von umgerechnet mehr als 10.000 Euro pro Soldat soll bis Ende Juni ausbezahlt sein.

Anführer der Soldaten, die wegen ausbleibenden Solds in mehreren Städten der Elfenbeinküste den Verkehr lahmgelegt hatten, haben ein Schlichtungs-Angebot der Regierung angenommen. Die Meuterer würden sich sofort in ihre Kasernen zurückziehen, sagte einer der Anführer, Sergeant Seydou Kone, am Dienstag in Bouake.

Jeder der 8400 Soldaten soll sofort umgerechnet rund 7600 Euro erhalten. Ende Juni soll eine weitere Zahlung in Höhe von 3000 Euro folgen. Ein Abkommen, das Verteidigungsminister Alain-Richard Donwahi am Montagabend verkündet hatte, wurde von den Aufständischen abgelehnt.

Zweiter Aufstand in diesem Jahr

Ein Großteil der Soldaten, die sich an der Meuterei beteiligt haben, sind ehemalige Rebellen, die Präsident Alassane Ouattara unterstützt haben, Vorgänger Laurent Gbagbo zur Aufgabe seines Amtes zu zwingen. Sie waren im Januar nach einem Aufstand in die Armee aufgenommen worden und sollten Prämien in Höhe von umgerechnet 18.000 Euro erhalten. Davon war nach Auskunft der Soldaten bisher weniger als die Hälfte ausgezahlt worden.

Die Soldaten hatten seit Freitag mehrere Städte des Landes lahmgelegt. Bei Protesten gegen den Soldatenaufstand kam ein Mensch ums Leben, 16 wurden verletzt.

ask/qu (rtr, ap)