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Wissen & Umwelt

"Solar Impulse 2" bricht Flug über Pazifik ab

Es bleibt weiter ein Traum: Die erste Überquerung des Pazifiks in einem Solarflugzeug musste wegen des schlechten Wetters unterbrochen werden. Die Piloten der "Solar-Impuls 2" bleiben optimistisch.

Nagoya in Japan ist die nächste Station des Solarfliegers "Solar Impulse 2". Eigentlich sollte der Stopp des mit Sonnenergie betriebenen Flugzeugs Hawaii sein. Doch das schlechte Wetter machte dem Piloten André Borschberg und dem Projektleiter Bertrand Piccard einen Strich durch die Rechnung. "Das Wetter über dem Pazifik verschlechtert sich", erklärte Piccard im Kurznachrichtendienst Twitter. Die Entscheidung zur unverzüglichen Landung in Nagoya sei gefallen, um dort auf bessere Bedingungen zu warten. Er sei "enttäuscht", aber er danke den "japanischen Freunden" für ihre Unterstützung.

Am Sonntag war die "Solar Impulse 2" in Nanjing im Osten Chinas gestartet. Der Himmel sei da "ziemlich klar" gewesen, so Piccard in einem Live-Video auf der Internet-Plattform Youtube. Für den Start hatten Piccard und sein Team fast sechs Wochen auf gutes Wetter gewartet. Der Flug über den Pazifik gilt wegen der Länge und den Wetterbedingungen als besonders schwierig.

Solarflugzeug Solar Impulse Notlandung

Ein Selfie aus dem Cockpit - Pilot André Borschberg

Nach Plan sollte Borschberg den Pazifik in sechs Tagen überqueren und nach rund 8500 Kilometern in Hawai ankommen. Der abenteuerliche Pazifiküberflug sollte 130 Stunden dauern - ein Weltrekord für einen bemannten Einsitzer. Der 62-Jährige Pilot Borschberg muss dabei einiges auf sich nehmen. Dazu zählen Temperaturschwankungen von bis zu 55 Grad Celsius in seinem engen Cockpit ohne Druckausgleich und Höhenunterschiede von maximal 8400 Metern über dem Himalaya.

Nach dem Flug über den Pazifik soll die "Solar Impulse 2" die USA überqueren. In insgesamt zwölf Etappen wollen Borschberg und Piccard die Erde ganz ohne Treibstoff umrunden. Die beiden wechseln sich dabei am Steuerknüppel ab. Mit ihrer Weltumrundung wollen die Schweizer für die Möglichkeiten der umweltfreundlichen Solarkraft werben. Angetrieben wird der 2,5 Tonnen schwere Flieger von mehr als 17.000 Solarzellen auf den Flügeln.

nm/fs /(afp, dpa)