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Wirtschaft

Software-Panne bei der Deutschen Bank

Kunden sprechen bei Twitter gleich von einem "Black Friday". Klingt übertrieben, aber eine Software-Panne bei Deutschlands größtem Bankhaus hat Kontoinhaber irritiert. Die Bank sagt: nur ein Darstellungsproblem.

Die Deutsche Bank räumte am Freitag ein, auf Kontoauszügen würden "Einzahlungen und Abbuchungen doppelt gezeigt oder nicht abgebildet“. Dazu die Beteuerung: "Keine dieser doppelt dargestellten Zahlungen ist tatsächlich erfolgt."

In sozialen Medien berichteten Kunden aber auch, sie kämen an Automaten nicht an ihr Geld. Auf ihren Kontoauszügen seien Abbuchungen vom 1. Juni doppelt erschienen. Wegen der höheren Abbuchungen zum Beispiel für Miete, Versicherungen oder Strom seien Konten teilweise ins Minus gerutscht, so die Betroffenen.

Deshalb wandten sich am Freitag Kunden besorgt an das Finanzhaus. Die Deutsche Bank versicherte, es werde mit Hochdruck an einer Lösung des Problems gearbeitet. Die Korrektur erfolge automatisch. "Die Kunden selbst müssen nichts unternehmen“, heißt es in einer Mitteilung.

John Cryan Deutsche Bank Pressekonferenz Frankfurt am Main

Prognose bestätigt: Bankchef John Cryan

"Lausige Systeme"

Wie viele Kunden und wie viele Buchungen betroffen sind, konnte die Bank zunächst nicht sagen. Das deutsche Boulevard-Blatt "Bild" schreibt dazu, es handele sich insgesamt um 13 Millionen falsch angezeigte Buchungen. Transaktionen, die am 1. Juni ausgeführt wurden, seien am 2. Juni nochmals angezeigt worden. Die Bank wollte sich dazu nicht äußern. "Bild" berief sich auf Twitter-Nutzer.

Die Deutsche Bank hat acht Millionen Privatkunden in Deutschland. Im letzten Sommer hatte Konzernchef John Cryan beklagt, die Prozesse in seinem Haus seien "ineffektiv" und die IT "veraltet". Das führe zu "inakzeptabel hohen" Kosten. Sein Urteil im Juli 2015 kurz nach seinem Amtsantritt: "Wir haben lausige, schrecklich ineffiziente Systeme."

ar/bea (dpa, rtr)

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