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Fokus Osteuropa

Sofia unterstützt Tirana und Skopje auf dem Weg in die NATO

In Ohrid haben sich Verteidigungsminister und Generalstabschefs aus Bulgarien, Albanien und Mazedonien getroffen. Über eine engere Zusammenarbeit soll die Heranführung von Tirana und Skopje an die NATO gefördert werden.

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Fernziel NATO: Albanien und Mazedonien berieten mit Bulgarien

"Bulgarien hat im Augenblick eine Vorreiterrolle, weil es bereits Mitglied der Allianz ist. Es steht den übrigen Ländern in der Region partnerschaftlich zur Seite, mit dem Ziel, dauerhafte Stabilität in der Region herzustellen", erklärte Nikola Kolew, Generalstabschef der bulgarischen Streitkräfte nach dem Treffen der Verteidigungsminister und Generalstabschefs im mazedonischen Ohrid. "Die bulgarische Delegation bewertet die Fortschritte unserer Partner und Nachbarn aus Mazedonien und Albanien als sehr hoch bei der Umsetzung der Militärreformen und der für eine NATO-Mitgliedschaft erforderlichen Standards", so Kolew. Ferner habe das bulgarische Parlament bereits eine Deklaration gebilligt, in der die Allianz aufgefordert werde, dass sich die übrigen Länder in der Region baldmöglichst der NATO anschließen können, betonte Kolew.

Abkommen regelt engere Zusammenarbeit

Mazedoniens Verteidigungsminister Jovan Manasievski begrüßte die Unterzeichnung des Kooperationsabkommens im Bereich Verteidigung zwischen diesen drei Ländern bei dem Treffen in Ohrid. Er legte zudem die Marschroute für die Zukunft dar: "Unter diese Aktivitäten fällt personelle Ausbildung, gemeinsame Übungen, Zusammenarbeit im Bereich Militärmedizin sowie Logistik. Was ich allerdings besonders unterstreichen möchte ist, dass die trilaterale Kooperation sich als sehr effizient erwiesen hat, da wir unter uns ein NATO-Mitgliedsland haben, von dem wir viel lernen und bekommen können". Ein solches Kooperationsabkommen, was die Verteidigungsminister Albaniens, Pandeli Majko, Bulgariens, Nikola Swinarow, und Mazedoniens, Jovan Manasievski, unterzeichnet haben, ist erstmals zwischen diesen Ländern vereinbart worden.

Kooperation für NATO-Beitritt unerlässlich

Dieses Abkommen sei ein weiterer Schritt zu einer schnellstmöglichen NATO-Integration Mazedoniens, Albaniens, aber auch Kroatiens, mit dem diese beiden Länder seit dem NATO-Gipfel in Prag 2002 die so genannte Adria-Gruppe bildeten, unterstrich der bulgarische Minister Swinarow. Er glaube ferner, dass diese drei Länder kommendes Jahr eine Einladung zum NATO-Beitritt erhalten würden. Nach Einschätzung von Albaniens Minister Majko ist eine trilaterale Zusammenarbeit auf dem Weg in die NATO unerlässlich. "Die Aufgabe von uns Politikern ist es, zusammenzuarbeiten und dauerhaften Frieden und Stabilität in der Region zu gewährleisten", betonte Majko.

Milco Jovanovski, Ohrid
DW-RADIO/Mazedonisch, 18.5.2005, Fokus Ost-Südost