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Wissen & Umwelt

So sieht das Netz 2019 aus

Unsere Welt ist ohne Technik und Internet kaum noch denkbar. Was kann da in den nächsten zehn Jahren noch kommen? Wir wagen einen Blick nach vorn – ganz ohne Kristallkugel und Hellseherei.

Ein Model mit leuchtenden Kugel, das das Prinzip des Cloud Computing verdeutlichen soll (Foto: dpa)

Die große Datenwolke: Cloud Computing wird das Internet-Phänomen der nächsten Jahre

Erinnern Sie sich noch an die Welt vor dem Internet? Es gab keine E-Mail, keinen MP3-Download, kein YouTube und auch keine neuesten Nachrichten per Mausklick. Das Netz hat unsere Welt verändert – und zwar gründlich. Und das Netz wird unsere Welt und unsere Gesellschaft weiter umkrempeln – die nächsten zehn Jahre werden mindestens ebenso spannend wie die letzten.

Denn wirklich ausgereizt ist das Internet noch nicht. Die vorerst letzte Stufe hat vor ein paar Jahren der Computerhersteller Apple in Angriff genommen – und damit eine neue Revolution eingeleitet. Mit dem iPhone ist das Netz jetzt auch mobil geworden. Wer bisher zu Hause oder im Büro am PC saß und dort E-Mails schrieb oder im Netz surfte, der kann das mittlerweile auch unterwegs machen. Wie revolutionär das iPhone ist – oder besser gesagt war – das zeigt ein Blick auf die Konkurrenz: Ob Nokia, Motorola oder andere Handy-Hersteller: Mittlerweile hat jeder ein Internet-fähiges Handy im Angebot.

iPhone (Foto: AP)

Mit dem iPhone wurde das Netz mobil

Auch Daten werden mobil

Der Trend zu mehr Mobilität wird auch in den kommenden Jahren noch anhalten. Nicht nur die Internet-Geräte werden mobil, auch die persönlichen Daten gehen mit. "Cloud Computing" heißt die Technik, die es bereits seit einiger Zeit gibt, die aber erst in den kommenden Jahren so richtig zum Massenphänomen werden dürfte. Die eigenen Daten sind dabei nicht mehr auf der heimischen Festplatte abgelegt, sondern im Internet – irgendwo in der großen "Datenwolke". Das macht es zwar schwer, ihren Speicherort auszumachen – dafür gehen sie aber überall mit hin; auf den Büro-PC ebenso wie auf den Laptop oder eben das Internet-Handy.

Das Internet wird in den kommenden Jahren damit zum Überall-Netz: Immer und in ausreichender Geschwindigkeit verfügbar – das ist die Vision dahinter. Allerdings dürften in den kommenden Jahren auch die Zweifler und Kritiker mehr werden. Denn das Netz wird so viel über uns wissen, wie nie jemand zuvor.

Google und Co. geraten zunehmend in die Kritik

Schon jetzt gibt es beispielsweise viel Kritik am Internet-Konzern Google und seinem Vorgehen. Der Konzern gilt vielen als Datenkrake par excellence, der alles Mögliche an Daten sammelt und auswertet. Vor allem nach den Datenschutzskandalen der letzten Zeit haben viele Menschen erkannt: Es ist nicht egal, was man an Spuren im Netz hinterlässt – und es ist auch nicht egal, wem man überhaupt seine Daten anvertraut. In den kommenden Jahren wird den großen Internetunternehmen daher sicherlich mehr auf die Finger geschaut werden als bisher.

Was PC, Handy und Co. angeht: Auch dort werden die kommenden Jahre sicherlich einiges an interessanten Entwicklungen bringen – ausgereizt ist die Computertechnik noch nicht. Allerdings haben sich die Maßstäbe verschoben. Immer nur schneller und billiger, das gilt so nicht mehr.

Die Netbook-Revolution breitet sich aus

Netbook (Foto: Asus)

Nicht ganz so schnelle, aber billiger: Netbooks

Vorgemacht haben es in den letzten Jahren die so genannten "Netbooks". Kleine, billige Laptops, deren Technik eigentlich drei bis vier Jahre der Entwicklung hinterherhinkt. Ging es früher darum, immer noch schnellere und leistungsfähigere PCs zu entwickeln, so ist diese Entwicklung im Moment ins Stocken geraten. Viele Menschen fragen sich eher: Was brauche ich – und was bin ich bereit, dafür zu bezahlen. Für Textverarbeitung, E-Mail und Co. sind die Netbooks trotz ihrer altertümlichen Technik zum Beispiel völlig ausreichend.

Was dagegen wohl nie reichen wird, das ist Speicherplatz. Musik, Filme, Fotos: Immer mehr an Daten wird heute digital gespeichert. Jeder einzelne von uns kann heute Festplatten füllen, deren Kapazität früher für ein ganzes Rechenzentrum ausgereicht hätte. Das allerdings bringt dann gleich ein ganz neues Problem mit sich. Ein Problem, das in den kommenden Jahren viele Menschen beschäftigen dürfte: Wie schaffe ich es, meine Daten über die Zeit zu retten? Wenn statt des Pappkartons mit Erinnerungen nur noch die Backup-Festplatte bleibt, kann man sich einen Ausfall der Technik erst recht nicht erlauben.

Autor: Jörg Brunsmann

Redaktion: Manfred Götzke

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