So können Sie Diabetes verhindern | Wissen & Umwelt | DW | 14.05.2018
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Wissen & Umwelt

So können Sie Diabetes verhindern

Ist Diabetes gefährlich? Allerdings! Es gibt zwei Arten. Diabetes Typ 1. Der ist genetisch. Da ist nichts zu machen. Aber Diabetes Typ 2 können Sie vermeiden. Sie müssen sich nur an ein paar einfache Regeln halten.

Werden Sie überflüssige Pfunde los

Sind Sie übergewichtig? Das kann richtig gefährlich werden, denn wenn Sie zu viel auf die Waage bringen, ist Ihr Risiko für einen Diabetes wesentlich höher als bei Normalgewichtigen. Wenn Sie den größten Teil des Tages mit Chipstüte und Coca Cola auf der Couch verbringen und sich so gut wie gar nicht bewegen, dann sollten bei Ihnen die Alarmglocken schrillen. Bei einem solchen Lebensstil ist es fast schon vorhersehbar, dass Sie Diabetes entwickeln. Das ist dann der Diabetes mellitus, Diabetes Typ 2. Den kann jeder bekommen und den kann jeder vermeiden.

England Währung Britische Pfund (picture-alliance/dpa/A. Rain)

Runter mit den Pfunden? Nun, wir meinen Ihr Hüftgold. Diese Pfunde fallen nicht so sehr ins Gewicht.

Treiben Sie Sport, Sport, Sport

Bewegen Sie sich. Sie müssen ja nicht direkt für den nächsten Marathonlauf trainieren. Täglich 30 bis 60 Minuten Bewegung helfen schon. Einen Großteil davon können Sie in Ihren Alltag einbauen. Dann gibt's noch nicht einmal Muskelkater. Vielleicht fahren Sie einfach mal nicht mit dem Auto zur Arbeit, sondern mit dem Fahrrad oder Sie gehen zu Fuß. Für Sportmuffel ist das immerhin ein Anfang. Und – altbekannt und viel zu selten praktiziert: Treppe nehmen, statt Aufzug fahren. Kleiner Aufwand, große Wirkung! Und wenn Sie erst einmal damit angefangen haben, macht es Ihnen vielleicht sogar Spaß.

Goldhamster (picture-alliance/Arco Images GmbH/M. Schulte)

Mehr Bewegung, mehr Sport? Einfach machen - und nicht lange überlegen.

Ernähren Sie sich vernünftig

Finger weg von Chips, Schokolade und Torte, Fritten und Pizza. Diese Kalorienbomben gehen direkt auf die Hüfte oder auf den Bauch und können schließlich zu Diabetes führen. Auch auf die dicke, fette Schweinshaxe sollten Sie verzichten, genauso auf andere Lebensmittel mit hohem Fettgehalt. Das ist für leidenschaftliche Wurst- und Schnitzelesser vielleicht eine schlimme Vorstellung, aber auf Dauer sicher besser als Diabetes und die Folgen.

Statt des Schokoriegels tut es auch ein Apfel oder eine Birne – für Fortgeschrittene sogar eine Möhre oder Kohlrabi. Damit können Sie sich nicht anfreunden? Es ist reine Gewöhnungssache. Irgendwann möchten Sie auf die Rohkost vielleicht sogar nicht mehr verzichten.

Verwenden Sie gesunde Zutaten beim Kochen

Möglichst wenig Fett ist eine goldene Regel. Es ist ratsam, Fleisch – natürlich mageres – Fisch und auch Gemüse am besten zu dünsten, zu dämpfen oder in der Folie zu garen. Je weniger Fett Sie verwenden, desto besser. Und wenn Sie nicht ganz ohne auskommen, dann sollten Sie auf jeden Fall ungesättigte Fettsäuren nehmen, wie zum Beispiel Oliven- oder Rapsöl. Auf feste Fette wie Butterschmalz, Kokos- oder Palmfett verzichten Sie am besten ganz.

Kind am Essen (picture-alliance/BSIP/Chassenet)

Gesunde Ernährung macht nicht immer nur Spaß. Aber: Früh übt sich. Alles eine Sache der Gewohnheit.

Hände weg von Limonade, Coca Cola und Co

Sogenannte Softdrinks haben es in sich: Bis zu 36 Stücke Zucker gehen auf nur eine Flasche – auch das ist eine richtige Kalorienbombe. Im Körper werden sie direkt in Fett umwandelt. Wichtige Nährstoffe hingegen enthalten diese Getränke überhaupt nicht. Im Gegenteil: Der hohe Zuckergehalt ist nicht nur schlecht für die Figur, auch die Zähne leiden. Deshalb sollten Sie so wenig wie möglich davon trinken oder es einfach ganz lassen.

Trinken Sie wenig oder gar keinen Alkohol

Jeden Abend ein Bierchen oder ein Glas Wein? Dann haben Sie schon einen guten Teil der Tagesration an Kalorien intus. 100 ml Bier haben schon über 40 Kalorien und Wein fast 300. Trinken Sie übermäßig viel, kommt vielleicht sogar noch ein Rausch dazu. Vielleicht versuchen Sie es ja mal mit dem Trendgetränk, einem Smoothie. Alkohol wirkt sich im Übrigen auch auf das Gewicht aus und Übergewicht ist eben schlecht für den Blutzuckerspiegel. Der Diabetes hingegen freut sich darüber.

Genießen Sie Ihren Kaffee

Dieser Rat wird Koffein-Junkies freuen. Kaffee dürfen Sie ohne Reue trinken. Wissenschaftler haben herausgefunden, dass im Kaffee verschiedene Pflanzenstoffe sind, die womöglich Einfluss auf den Zuckerstoffwechsel haben. Wenn Sie viel Kaffee trinken, beugen Sie also dem Diabetes gewissermaßen genussvoll vor. Der Rat der Experten: täglich mindestens sechs Tassen trinken. Also – auf zur Kaffee-Maschine oder zum Kaffee-Automaten

Filter für den großen Kaffee-Durst (picture-alliance/dpa/J. Büttner)

Kaffee? Ja! Durch diesen Filter können allerdings 70 Liter Kaffee laufen. Das wäre wirklich etwas zu viel des Guten

Gönnen Sie sich Pausen

Ein kurzer Spaziergang in der Mittagspause tut nicht nur Ihrer Seele gut, sondern auch Ihrem Körper. So können Sie Stress abbauen und damit auch das Risiko reduzieren, Diabetes zu entwickeln. Jede Art von Bewegung baut zudem Kalorien ab und ist ideal, um nicht übergewichtig zu werden.

U-Bahn in Tokio (picture-alliance/dpa/F. Robichon)

Pausen und ausreichend Schlaf sind wichtig - egal wo

Schlafen Sie gut

Gut und fest zu schlafen ist die beste Medizin und funktioniert am besten, wenn Sie regelmäßig Sport treiben. Im Schlaf regeneriert sich der Körper, verbrennt Kalorien, baut also Fett ab. Ruhe und Erholung beugt nicht nur Diabetes, sondern auch vielen anderen Krankheiten vor.

Vielleicht träumen Sie ja auch von etwas, auf das sie vernünftigerweise verzichten: Von einem Schweinsbraten mit Pommes Frites und einem großen Glas Bier zum Beispiel. Von einem Hamburger. Oder von Buttercreme-Torte. Davon zu träumen ist definitiv erlaubt.