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Aktuell Europa

Snowden bittet um Verlängerung seines Asyls in Russland

Seit rund einem Jahr befindet sich Snowden in Moskau. Dort gewährten die russischen Behörden dem Ex-NSA-Mitarbeiter eine einjährige Bleibe. Die Frist läuft nun ab, der Amerikaner möchte seinen Aufenthalt aber verlängern.

Der frühere Mitarbeiter des amerikanischen Geheimdienstes NSA, Edward Snowden, möchte seine Aufenthaltsgenehmigung in Moskau erneuern. Wie sein Anwalt Anatoli Kutscherena der russischen Nachrichtenagentur Interfax mitteilte, wurden alle notwendigen Unterlagen bereits bei der russischen Einwanderungsbehörde eingereicht. Ziel sei es, Snowdens "Aufenthalt in Russland zu verlängern".

Der ehemalige US-Spion befindet sich seit Juni 2013 in Moskau. Dort sitzt er seit seiner Flucht von Hong Kong nach Kuba fest. Die russischen Behörden gewährten ihm Anfangs August 2013 ein temporäres Visum, das aber am 31. Juli ausläuft, wie Anwalt Kutscherena mitteilte.

Genauer Zeitraum unbekannt

Für welchen Zeitraum Snowden nun eine Verlängerung beantragt, gab sein Anwalt nicht bekannt. Die russische Einwanderungsbehörde äußerte sich zu der Angelegenheit nicht, hat aber bereits eine mögliche Zustimmung signalisiert.

Nachdem der 31-Jährige im vergangenen Jahr die massiven NSA-Abhöraktionen im Internet und elektronischer Kommunikation veröffentlicht hatte, sucht ihn die US-Justiz mit einem internationalen Haftbefehl. Sie wirft ihm Spionage und Diebstahl von Regierungsgeheimnissen vor. Dieses Vergehen wird mit bis zu 30 Jahren Gefängnis bestraft. Snowden hat auch in zahlreichen anderen Ländern Asyl beantragt, bislang jedoch ohne Erfolg.

Der NSA-Untersuchungsausschuss des Deutschen Bundestags hatte jüngst beschlossen, den ehemaligen NSA-Mitarbeiter als Zeugen vorzuladen - allerdings in Moskau, per Videobefragung. Daraufhin hatte Snowden seine Aussagebereitschaft zurückgezogen. Die Bundesregierung wollte ihm dazu kein sicheres Geleit gewähren und auch kein Asyl.

zam/sc (afp, ap, dpa)