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Aktuell Amerika

"Sniper"-Mörder muss lebenslang hinter Gitter

Ein US-Veteran wurde wegen der Ermordung des prominenten amerikanischen Scharfschützen Chris Kyle zu lebenlanger Haft verurteilt. Kyles Autobiografie "American Sniper" wurde verfilmt und gewann jüngst einen Oscar.

Lebenslange Haft, ohne Aussicht auf eine vorzeitige Entlassung aus dem Gefangnis: Das Gericht in Stephenville im US-Bundestaat Texas sah für Eddie Ray Routh (Artikelbild r.) die volle Härte des Gesetzes vor. Der 27-jährige Kriegsveteran der US-Armee wurde schuldig gesprochen, den bekannten Scharfschützen Chris Kyle und dessen Begleiter Chad Littlefield im Februar 2013 an einem Schießstand kaltblütig getötet zu haben. Es gebe keinen Grund für Milde wegen etwaiger psychischer Störungen des Angeklagten, so die Juroren.

Oscar an American Sniper für besten Tonschnitt (foto: Getty Images)

Oscar an "American Sniper" für den besten Tonschnitt

Der Prozess sorgte in ganzen Land für großes Aufsehen. Denn Kyle war ein hochdekoriertes Mitglied der Eliteeinheit "Navy Seals" und zwischen 1999 und 2009 an vier Einsätzen im Irak beteiligt. Er soll nach offizieller Zählung rund 160 Feinde aus dem Hinterhalt erschossen haben. Nach seinem Austritt aus dem Militär hatte Kyle eine Sicherheitsfirma gegründet und sich für behinderte Veteranen eingesetzt.

Sein Bestseller "American Sniper" über die Kriegserfahrungen war Vorlage für den gleichnamigen Hollywood-Film von Regisseur Clint Eastwood, der kürzlich in sechs Kategorien für den Oscar nominiert war. Mit der Trophäe ausgezeichnet wurde er in Los Angeles schließlich für den besten Tonschnitt.

Der Streifen ist in den US-Kinos ein Renner. In Deutschland startet "American Sniper" an diesem Donnerstag.

SC/kle (APE, afp, dpa, rtre)