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Luftverschmutzung

Smogalarm: Madrid verbannt die Hälfte der Autos von den Straßen

Wer darf in Madrid Auto fahren, wenn die Luft extrem verschmutzt ist? Die Stadtverwaltung erlaubt an diesem Donnerstag nur Fahrzeuge, deren Kfz-Kennzeichen mit einer ungeraden Zahl endet - ein Novum in Spanien.

Straßenverkehr in Madrid (picture alliance/blickwinkel/E. Teister)

Am Donnerstag nur jedes zweite Auto auf die Straße

Zum ersten Mal in Spanien hat eine Stadtverwaltung eine solch drastische Maßnahme gegen die Luftverschmutzung angeordnet. Nachdem Madrid den Smogalarm auf die zweithöchste Stufe "3" angehoben hat, erfolgen nun auch Konsequenzen: An diesem Donnerstag dürfen lediglich Fahrzeuge innerhalb des Autobahnrings von Madrid fahren, deren Kfz-Kennzeichen mit einer ungeraden Zahl enden. Ausnahmen sind Busse, Taxis und Rettungswagen, sowie Fahrzeuge mit Behinderten oder mehr als drei Insassen.

Die Reduzierung der Fahrzeuge auf Madrids Straßen dürfte spürbar sein, leidet die Stadt mit rund 3,2 Millionen Einwohnern und etwa 1,8 Millionen Autos häufig unter schlechten Luftwerten. Die Smogalarmstufe "3" wird ausgerufen, wenn an zwei Messstationen  mehr als 200 Mikrogramm Stickoxyd pro Kubikmeter gemessen werden.  

Für die Gesundheit

Madrids stellvertretende Bürgermeisterin Marta Higueras sagte, es gehe bei der Maßnahme nicht um Verkehrseinschränkungen, sondern um die Volksgesundheit. "Viele Menschen leiden unter Atemproblemen und sind von Luftverschmutzung besonders schwer betroffen."

Die Verkehrseinschränkungen der seit 2015 regierenden Allianz aus linken Gruppierungen hat scharfe Kritik der konservativen Volkspartei (PP) ausgelöst. Sie bezeichnete die Restriktionen als "ideologisch". Die PP hatte die Stadt fast ein Vierteljahrhundert regiert. Ähnliche Maßnahmen im Straßenverkehr bei Luftverschmutzung hatte sie niemals angeordnet.

fab/haz (afpe, dpa)

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