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Wirtschaft

Smartphone-Markt wächst langsamer

Das zuletzt rasante Wachstum im Smartphone-Geschäft wird sich in den kommenden Jahren laut Marktforschern abschwächen. Und neue Marken und Betriebssysteme werden die Platzhirsche nicht verdrängen.

Fast 1,3 Milliarden Smartphones werden in diesem Jahr weltweit verkauft werden. Der Absatz sei um mehr als 26 Prozent im Vergleich zum Vorjahr gestiegen, teilte das Marktforschungsunternehmen IDC am Montag mit. Solche Steigerungsraten wird es nach Einschätzung der Marktforscher künftig nicht mehr geben. Im kommenden Jahr würden die Verkäufe nur noch um rund zwölf Prozent zunehmen, in den fünf Jahren von 2014 bis 2018 um 9,8 Prozent im Durchschnitt. 2018 würden die Hersteller dann 1,9 Milliarden Smartphones pro Jahr verkaufen.

Preisdruck aus China

Die IDC-Analysten rechnen außerdem mit erheblichem Preisdruck durch chinesische Hersteller. Sie erwarten, dass in den nächsten vier Jahren das Google-Betriebssystem Android wie jetzt bei 80 Prozent Marktanteil liegen wird und Apple mit seinen iPhones bei etwa 13 Prozent bleibt.

Allerdings sind die teureren iPhones deutlich lukrativer. Deshalb werde zum Jahr 2018 gut ein Drittel der Erlöse im Smartphone-Geschäft bei Apple landen, prognostiziert IDC. Alle Hersteller von Android-Geräten würden 61 Prozent der Umsätze unter sich aufteilen.

Mit dem zunehmenden Absatz von Smartphones in Entwicklungsländern werde der durchschnittliche Verkaufspreis von aktuell knapp 300 Dollar auf rund 240 Dollar im Jahr 2018 sinken, erwartet IDC. In Ländern wie Indien werde ein Smartphone dann im Schnitt nur noch rund 100 Dollar kosten. In reifen Märkten wie Westeuropa, die USA oder Japan würden sich die Preise hingegen kaum verändern.

Wenig Chancen für andere Betriebssysteme

Auch wegen des Preisdrucks sehen die Marktforscher auf Dauer nur wenig Raum für andere Betriebssysteme. Bei Microsofts Windows Phone rechnen sie noch mit einer Verdoppelung des Marktanteils auf 5,6 Prozent zum Jahr 2018.

Für alle anderen Systeme wie Firefox, Samsungs Tizen oder Blackberry erwarten sie zusammen gerade einmal 1,6 Prozent. Die Herausforderer könnten nicht einmal mehr auf Preisvorteile gegenüber der dominierenden Android-Plattform bauen, erläuterten sie.

iw/bea (dpa, afp)

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