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Balkan

Slowenischer Geheimdienst ist in den Streik getreten

Sie protestieren gegen schlechte Bezahlung und werfen dem Führungspersonal mangelnde Professionalität vor: Rund 300 Mitarbeiter des slowenischen Nachrichtendienstes Sova haben die Arbeit eingestellt.

James-Bond-Küsse in Indien kürzer (picture-alliance/dpa/Sony)

Der legendäre Agent James Bond "007" wurde wesentlich besser bezahlt - aber auch er arbeitete nicht immer

Vor allem aus Protest gegen niedrige Gehälter haben die Mitarbeiter des staatlichen Geheimdienstes in Slowenien die Arbeit niederlegt. Die Regierung in Ljubljana musste entsprechende Presseberichte bestätigen. Boris Koprivnikar, der Minister für die öffentliche Verwaltung, sprach von einer "überraschenden und einzigartigen" Entwicklung. Die Agenten fordern bessere Arbeitsbedingungen und eine höhere Bezahlung - obwohl sie eigentlich überhaupt nicht streiken dürfen.

Agenten machen nur Notdienst

Die rund 300 Mitarbeiter des Nachrichtendienstes Sova seien dazu übergegangen, nur die dringendsten Aufgaben zu erledigen, berichteten zum Beispiel die Zeitungen "Delo" und "Dnevnik". Nach Informationen slowenischer Medien beträgt das monatliche Gehalt zwischen 750 und 1000 Euro und liegt damit unter dem Durchschnittseinkommen von 1047 Euro.

Die Regierung versicherte, trotz des Streiks würden alle Aufgaben zur Gewährleistung der nationalen Sicherheit Sloweniens erfüllt. Der kleine Balkan-Staat mit zwei Millionen Einwohnern verzeichnet derzeit das stärkste Wirtschaftswachstum in der Eurozone. Nach einer Rezession 2013 hatte die Regierung Sparmaßnahmen eingeleitet, die insbesondere Pensionen und Gehälter im öffentlichen Dienst betreffen. 

Auch bei den Lehrern und der Feuerwehr ist die Situation angespannt, auch dort wird mit Streiks gerechnet. 

SC/rb (afp, APE, Delo-online)