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Aktuell Europa

Slowenen sagen "Nein" zur Homo-Ehe

Die slowenische Bevölkerung musste entscheiden: Soll die gleichgeschlechtliche Ehe in dem Balkanstaat eingeführt werden? Das Ergebnis ist eindeutig.

Bei einem Referendum zur Einführung der gleichgeschlechtlichen Ehe in Slowenien hat sich die Mehrheit dagegen ausgesprochen. 63 Prozent der Teilnehmer votierten gegen die Gleichstellung homosexueller Paare, wie die Wahlkommission in Ljubljana nach der Auszählung fast aller Stimmen mitteilte. 37 Prozent der Teilnehmer votierten für ein Gesetz, das die Homo-Ehe erlaubt.

Geringe Beteiligung am Refenrendum

Bei dem Referendum wurde darüber abgestimmt, ob ein im März vom slowenischen Parlament beschlossenes Gesetz zur Einführung der Homo-Ehe umgesetzt oder annulliert werden soll. Die Opposition und die Katholische Kirche hatten die Abstimmung erzwungen. Sie war von ihnen auch zu einem Misstrauensvotum gegen die Regierung von Miro Cerar erklärt worden, die Ehen von Homosexuellen ermöglicht hatte.

An dem Referendum beteiligten sich nur 35,65 Prozent der Wahlberechtigten. Damit wurde aber das für die Gültigkeit des Volksentscheids notwendige Quorum von mindestens 20 Prozent der Wahlberechtigten erreicht.

Homo-Ehe in vielen Ländern Europas

Gleichgeschlechtliche Ehen sind bislang von mehr als zwei Dutzend Staaten in Europa erlaubt worden. Die Niederlande waren 2001 mit der weltweit ersten standesamtlichen homosexuellen Ehe der Vorreiter. Seitdem folgten Länder wie Belgien, Dänemark, Schweden und Finnland, aber auch große Flächenstaaten wie Frankreich und Großbritannien im Jahr 2013. Selbst in vorwiegend katholischen Ländern wie Spanien (seit 2005) und Portugal (seit 2010) dürfen Schwule und Lesben im Standesamt die Ehe schließen. In Deutschland ist nur eine eingetragene Lebenspartnerschaft möglich.

cr/nin (dpa, afp)