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Stichwahl zur Präsidentenwahl

Slowenen bestimmen in Stichwahl ihren Präsidenten

Vor drei Wochen hatte der slowenische Präsident Pahor seine Wiederwahl knapp verpasst. Weil er keine absolute Mehrheit erzielte, muss er an diesem Sonntag in die Stichwahl. Dort wartet der parteilose Ex-Komiker Sarec.

Slowenien | Kandidaten Präsidentschaftswahl Borut Pahor und Herausforderer Marjan Sarec (picture-alliance/AA/A. Beno)

Die Kandidaten Sarec (links) und Pahor geben sich kurz vor der Stichwahl die Hand

Schon in der ersten Runde der Präsidentenwahl in Slowenien war am 23. Oktober ein klarer Sieg des Amtsinhabers erwartet worden. Doch es kam anders: Borut Pahor bekam 47 Prozent und verfehlte damit die absolute Mehrheit. Auf dem zweiten Platz landete der 39-jährige Regionalpolitiker Marjan Sarec mit 27 Prozent. Die Wahlbeteiligung war mit 44 Prozent so niedrig wie nie gewesen. Vor fünf Jahren hatten noch 48 Prozent der 1,7 Millionen Wahlberechtigten ihre Stimme abgegeben.

Auch in die Stichwahl geht der Mitte-links-Politiker Pahor als Favorit. Der frühere sozialdemokratische Regierungschef amtiert seit 2012 in der früheren jugoslawischen Republik. Der 54-Jährige hat den Ruf des "Instagram-Präsidenten": Mehr als 40.000 Menschen folgen ihm in dem Online-Fotodienst. Allerdings hatten heimische Medien ihm angelastet, seinen Wahlkampf ohne echte politische Themen "trivialisiert" zu haben. Pahor war über 700 Kilometer durch das kleine Land gewandert, um zu den Bürgern einen direkten Kontakt aufzubauen.

Sein Herausforderer Sarec, ein früherer Komiker, bekleidet seit sieben Jahren das Amt des Bürgermeisters von Kamnik. Der Journalist und Schauspieler ist als unabhängiger Kandidat relativ neu auf der bundespolitischen Bühne. Er war angetreten, um das seit zweieinhalb Jahrzehnten festgefügte Politspektrum des Euro- und Schengenstaates Slowenien aufzubrechen.

Das Mandat des neuen Präsidenten beginnt am 23. Dezember. Im Euro-Land Slowenien hat der Präsident weitgehend repräsentative Aufgaben.

kle/rk (dpa, afp)