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Ostmitteleuropa

Slowakische Wirtschaft wächst, der Lebensstandard steigt aber nicht

Bratislava, 12.12.2003, RADIO SLOWAKEI, deutsch

Obwohl die slowakische Ökonomik auch weiterhin zu den am schnellsten wachsenden in Mitteleuropa zählt, spiegelt sich dies im Lebensstandard der Bevölkerung nicht wider. Die Prognosen setzen eine solche Entwicklung auch künftig voraus. Laut Angaben des Statistikamtes der Slowakischen Republik stieg das Bruttoinlandsprodukt im dritten Quartal im Vergleich mit dem gleichen Zeitabschnitt des Jahres 2002 um 4,2 Prozent auf 308 Milliarden SKK (1 Euro = 41,21 SKK – MD) an. Laut Analytiker stehe hinter diesen Ergebnissen das Wachstum der ausländischen Nachfrage, was sich im höheren slowakischen Export und in der Zahlungsbilanz positiv widerspiegelte. Die Ausgaben der öffentlichen Verwaltung stiegen nur mäßig an, die Bürger sparen markanter als der Staat. Der Verbrauch von Haushalten senkt nämlich ständig. Diese Senkung verursachten sowohl die Senkung der realen Löhne, als auch die Restriktionsmaßnahmen der Regierung. Im 1. und 3. Quartal 2003 erreichte der Durchschnittslohn in der Slowakei 13.757 SKK, was im Vergleich mit dem Vorjahr um 6,4 Prozent mehr war. In demselben Zeitabschnitt wuchsen noch die Löhne um 2,7 Prozent, was die Senkung der realen Löhne um 1,7 Prozent zu Folge hatte. Die Menschen konnten für ihren Lohn weniger Ware und Dienstleistungen einkaufen als im Vorjahr. Obwohl die Preise schneller als die Löhne wuchsen, am Verbrauch der Bevölkerung war es nicht zu spüren. Der Mangel an Einnahmen wurde am häufigsten mit Darlehen überbrückt. Gegen Jahresende ist eine Inflationsrate von 9,4 Prozent zu erwarten, bis Ende März kommenden Jahres sollte sie auf 9 Prozent senken. Der Durchschnittslohn sollte 14.400 SKK ausmachen und die Arbeitslosenrate 17,3 Prozent erreichen. (fp)

  • Datum 15.12.2003
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