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Ostmitteleuropa

Slowakische Regierungspolitiker verlieren an Vertrauen

Bratislava, 9.10.2003, RADIO SLOWAKEI, deutsch

Das Vertrauen der Bevölkerung gegenüber den Repräsentanten der jetzigen slowakischen Regierung sinkt von Tag zu Tag. Die Bürger nehmen die von ernsthaften Konflikten getrübten Beziehungen in der Koalition sehr sensibel wahr. "Die Regierungskoalition kann nur dann erfolgreich sein, wenn alle Mitglieder am gleichen Strang ziehen. Doch ich bin skeptisch, ob dies noch möglich sein wird," stellte diesbezüglich der Parlamentsvorsitzende und Chef der Christdemokraten Pavol Hrusovsky fest.

Einen erheblichen Vertrauensverfall erlitt Regierungschef Mikulas Dzurinda. Während noch vor einem Jahr dem Premierminister fast 15 Prozent der Bürger vertraut haben, sind es zur Zeit nur 4 Prozent, so die Ergebnisse der jüngsten Umfragen des Instituts für öffentliche Fragen und der Agentur FOCUS.

Nicht nur Premier Dzurinda, auch viele andere Vertreter der Koalitionsparteien wurden von einem deutlichen Verlust der Sympathien seitens der Bürger betroffen. "Kein Wunder, die Menschen mögen keine Streitigkeiten", gab der Vorsitzende der Partei der ungarischen Koalition SMK (Partei der Ungarischen Koalition – MD), Bela Bugar, zu, der allerdings bei der Erforschung der öffentlichen Meinung am besten unter den Chefs der Regierungsparteien abschnitt. Mit 10 Prozent der Präferenzen landete er an dritter Stelle, gleich nach den leitenden Vertretern der Oppositionsparteien, deren Popularität hingegen wächst. Der Chef der Partei Smer Robert Fico genießt derzeit die Gunst von 20 Prozent der Bürger, gefolgt von Vladimir Meciar mit 12 Prozent. (fp)

  • Datum 09.10.2003
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  • Permalink http://p.dw.com/p/49Qn
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