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Ostmitteleuropa

Slowakei verkürzt Militärdienst

Bratislava, 4.12.2003, RADIO SLOWAKEI, deutsch

Der Nationalrat der Slowakischen Republik hat die Verkürzung des Militärdienstes von 9 auf 6 Monate gebilligt. Der Zivildienst wird ebenfalls gekürzt: von dreizehneinhalb Monaten auf neun. Das Gesetz wird am 1. Januar 2004 in Kraft treten.

Verteidigungsminister Juraj Liska behauptet, es sei ein Schritt zur Professionalisierung der slowakischen Armee. Bis 2006 sollen in der Armee ausschließlich Profi-Soldaten dienen. Vor kurzem wurde der Militärdienst in Slowenien aufgehoben, im benachbarten Tschechien wird dies im nächsten Jahr verwirklicht werden. Die Slowakei wird den Plan einhalten, laut dem der Militärdienst erst 2006 völlig aufgehoben wird.

Die Verkürzung des Wehrdienstes bedeutet, dass wesentlich mehr Männer die Militärausübung absolvieren werden. Zum Wehrdienst sollen bis 2006 etwa 15 000 Männer einberufen werden.

Obwohl der Militärdienst seit der Wende 1989 immer gekürzt wird (in der sozialistischen Tschechoslowakei dauerte er 2 Jahre), gibt es viele junge Männer, die sich vor der Wehrpflicht drücken wollen. Man behauptet, es sei ein Zeitverlust und man verliert dabei oft den Arbeitsplatz. Militärbehörden registrieren viele Anträge auf Wehrdienstaufschub, meistens aus Familien- oder Studiengründen. Eine Alternative zum Militärdienst ist der Zivildienst. Man muss schriftlich erklären, dass der Wehrdienst im Widerspruch mit dem Gewissen bzw. der Religion des Wehrpflichtigen ist. (fp)

  • Datum 05.12.2003
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  • Permalink http://p.dw.com/p/4PPB
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