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Sport

Skispringerin Vogt holt erneut WM-Gold

Mit einer furiosen Flugshow segelt Titelverteidigerin Carina Vogt im Schneetreiben von Lahti ein wenig überraschend zu Gold. Auch bei den Nordischen Kombinierern um Johannes Rydzek ist die Freude groß.

Skispringerin Carina Vogt hat bei der WM in Lahti überraschend die Goldmedaille gewonnen. Die Titelverteidigerin flog in Finnland auf 98,5 und 96,5 Meter und siegte mit 254,6 Zählern vor den favorisierten Japanerinnen Yuki Ito (252,6 Punkte) und Sara Takanashi (251,5). Überfliegerin Takanashi muss somit weiter auf den ersten Einzel-Titel ihrer Karriere warten. "Ich habe von Sprung zu Sprung gekämpft auf dieser Schanze und mich verbessert. Und dann sind mir wie immer im Wettkampf wieder die beiden besten Sprünge gelungen. Es ist unglaublich", sagte Vogt unter Tränen. Die 25-Jährige holte damit nach Olympia 2014 und der WM 2015 auch beim dritten Großereignis in Folge Gold.

"Ich fühle mit ihr"

Nach dem ersten Durchgang hatte Vogt noch auf dem dritten Rang gelegen. "Mir kommt es vor wie bei der Geschichte vom Hasen und dem Igel. Im Weltcup gewinnen immer die anderen, aber wenn es darauf ankommt, ist Carina ganz vorne", sagte Bundestrainer Andreas Bauer.

Vogt hat in ihrer Karriere erst zwei Weltcups gewonnen, zuletzt vor zwei Jahren. Takanashi, die mit 53 Siegen im Weltcup einen einsamen Rekord hält, wurde somit einmal mehr von ihrer deutschen Dauer-Rivalin geschlagen. "Ich fühle mit ihr mit und gönne ihr die Medaille", sagte Vogt. Das hervorragende deutsche Abschneiden vervollständigten Svenja Würth als Sechste und Katharina Althaus auf Rang acht.

Rydzek überglücklich

Zuvor hatten die deutschen Nordischen Kombinierer ebenfalls für Glücksgefühle beim DSV gesorgt. Wie schon vor zwei Jahren konnte Johannes Rydzek den Wettbewerb von der kleinen Schanze gewinnen. Beim abschließenden 10-Kilometer-Lauf schnappte sich der 25-Jährige kurz nach der letzten Kurve eine deutsche Fahne und brüllte vor den Augen seiner Familie im Ziel seine ganze Freude heraus. "Das ist ein unglaublich schöner Tag. Einfach Wahnsinn", befand Rydzek nach dem dritten WM-Gold seiner Karriere. Der Weltcup-Spitzenreiter überquerte mit 14,9 Sekunden Vorsprung vor Eric Frenzel die Ziellinie. Björn Kircheisen auf dem Bronzerang und Fabian Rießle als Viertplatzierter sorgten für einen deutschen Vierfacherfolg.

tk (sid, dpa)