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Ski alpin

Skifahrer Poisson tödlich verunglückt

Der französische Skiabfahrer David Poisson ist bei einem Trainingssturz in Kanada ums Leben gekommen. Augenzeugen berichten von einer mangelhaften Absicherung der Strecke.

Der französische Skirennfahrer David Poisson ist nach einem Trainingssturz in Kanada gestorben. Das teilte der französische Skiverband FFS mit. Poisson wurde nur 35 Jahre alt, er hinterlässt seine Ehefrau und einen anderthalbjährigen Sohn. Der tödliche Unfall ereignete sich im kanadischen Skiressort Nakiska. Poisson wollte sich dort auf die Weltcuprennen in Nordamerika vorbereiten. Laut dem französischen Verband durchbrach der Skirennläufer die Sicherheitsnetze und prallte gegen einen Baum. Ein Sprecher der Rettungskräfte in Calgary sagte, Poisson sei bereits tot gewesen, als die Retter ihn gefunden hätten.

Durch die Netze

Auf der Strecke trainierte auch die Schweizer Nationalmannschaft. "Poisson ist kurz vor dem Ziel mit rund 100 km/h ausgerutscht und dann durch zwei so genannte B-Fangnetze hindurch in den Wald hineingeschossen", sagte ein Augenzeuge der Schweizer Boulevardzeitung "Blick". Auf anderen Rennstrecken werden inzwischen sehr viel widerstandfähigere A-Fangnetze eingesetzt. 

Viele Ski-Kollegen Poissons äußerten nach dem Unglück ihr Mitgefühl mit den Angehörigen. "Nachrichten wie diese sind herzzerreißend und mit Worten nicht zu beschreiben. Mein Beileid geht an seine Familie und seine Liebsten", schrieb etwa Felix Neureuther auf Instagram. "Das ist niederschmetternd", twitterte US-Superstar Lindsey Vonn. Die Schweizerin Lara Gut schrieb: "Dein Lächeln wird uns fehlen." 

WM-Bronze 2013

Poisson 2016 bei der Abfahrt in Kitzbühel. Foto: Getty Images

Poisson 2016 bei der Abfahrt in Kitzbühel

David Poisson bestritt sein erstes Weltcuprennen 2004. Seinen größten Erfolg feierte er bei der Weltmeisterschaft 2013 in Schladming, als er Bronze in der Abfahrt gewann. 2010 wurde Poisson bei den Olympischen Winterspielen in Vancouver in der gleichen Disziplin Siebter. Seine einzigen Sprung auf ein Weltcup-Podium schafft der Franzose Ende 2015 mit Platz drei bei der Abfahrt von Santa Caterina. 

sn/asz (dpa, sid, rtr, blick.ch)