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Kultur

Skandal um "Forbidden Love"

Am Ende blieb Bestseller-Autorin Norma Khouri nur die Bitte um Vergebung. "Ich entschuldige mich bei allen Lesern, Verlagen und Agenten, dass ich nicht meine persönliche, ganze Geschichte erzählt habe", sagte die 34-jährige Verfasserin von "Forbidden Love" im australischen Fernsehen. Damit räumte sie ein, dass ihr in Deutschland unter dem Titel "Du fehlst mir, meine Schwester" erschienenes Buch kein Tatsachenbericht ist.

300.000 Mal hatte sich "Forbidden Love" in 15 Ländern verkauft. Die in Australien lebende Khouri schildert darin die angeblich wahre Geschichte zweier Frauen, die in Jordanierin einen Friseursalon eröffnen. Als sich die Freundin der Autorin in einen Christen verliebt, wird sie dafür von ihren Brüdern ermordet. Die australische Zeitung "Sydney Morning Herald" hatte indes ermittelt, dass die Schriftstellerin nur bis zum Alter von drei Jahren in Jordanien und danach von 1973 bis 2000 in den USA gelebt habe. Aufgeschreckt von den Enthüllungen, zog der australische Verlag Random House Australia das Buch Mitte August zurück und bietet Käufern nun die Rückerstattung ihres Geldes an. Der britische Verlag Random House UK und kündigte gar eine Klage gegen die Autorin an, um gezahlte Tantiemen zurück zu bekommen. Der Rowohlt Verlag in Reinbek bei Hamburg, bei dem die deutschsprachige Ausgabe erschien, hatte das Buch ebenfalls vor einigen Wochen vom Markt genommen.