Sion stimmt gegen Olympiabewerbung | Sport-News | DW | 10.06.2018
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Olympia 2026

Sion stimmt gegen Olympiabewerbung

Nach mehreren erfolglosen Bewerbungen stimmen die Schweizer im Kanton Wallis auch gegen eine Olympia-Bewerbung für 2026. Für die Austragung der Winterspiele 2026 interessieren sich damit noch sechs Länder.

Der Schweizer Traum von Olympischen Winterspielen 2026 im Herzen der Alpen ist vorbei: Bei einer Volksabstimmung verweigerten die Einwohner des Kantons Wallis die nötige finanzielle Beteiligung mit rund 54 Prozent der Stimmen, wie der Kanton mitteilte. An der Abstimmung beteiligten sich rund 63 Prozent der 214.000 Wahlberechtigten. Bürgermeister Philippe Varone hatte vor der Abstimmung deutlich gemacht: "Es gibt keinen Plan B." Damit steht das Aus für das Projekt "Sion 2026" faktisch fest. Theoretisch könnte die Kampagne für Sion 2026 das Geld auch aus anderen Quellen akquirieren, dies ist jedoch unwahrscheinlich. Genauso wie die Weiterverfolgung der Bewerbung gegen den Willen der betroffenen Bevölkerung. Die Schweiz war zuletzt 1948 Gastgeber Olympischer Winterspiele, damals in St. Moritz.

Im Rennen um die Austragung der Spiele in acht Jahren haben sechs andere Länder Interesse bekundet: Italien mit Turin und Mailand, Österreich mit Graz und Schladming, Schweden mit Stockholm, die Türkei mit Erzurum, Kanada mit Calgary und Japan mit Sapporo. Die Entscheidung fällt im Herbst 2019.

Sion wollte nachhaltige Spiele auf schon vorhandenen Pisten, Schanzen und Loipenparks im Umkreis von etwa zwei Stunden Bahnfahrt organisieren. Varone versprach sich gute Werbung für seine Stadt. Doch die Gegner trauten den Beteuerungen des Internationalen Olympischen Komitees und der Schweizer Befürworter nicht, dass keine großen Neubauten nötig und die Investitionen überschaubar seien. Sie schürten Angst vor einem Milliardengrab oder schweren Umweltzerstörungen - letztendlich offenbar erfolgreich.

asz/sw (dpa, sid)

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