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Musik

Singer-Songwriter Leonard Cohen im Alter von 82 Jahren gestorben

Songschreiber, Komponist, Lyriker. Leonard Cohen war einer der ganz Großen. Seine melancholischen Songs gelten generationenübergreifend als Klassiker. Jetzt ist der Kanadier in seiner Wahlheimat Los Angeles verstorben.

Vor rund drei Wochen veröffentlichte Cohen sein letztes Album "You want it darker". Kritiker erkannten in den düsteren Songs eine Art Testament, denn der Kanadier war zum Zeitpunkt der Aufnahme bereits schwer krank. Auf die Verkaufszahlen hatte die traurige Grundstimmung jedoch keine negativen Auswirkungen. Das Album kletterte in vielen Ländern in die Album-Charts und erreichte in den USA Anfang November immerhin Platz 10. 

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Musiklegende Leonard Cohen ist tot

Kurz nach der Veröffentlichung am 21. Oktober erklärte Cohen in einem Interview mit dem "New Yorker", die Zukunft sei ungewiss, er sei "zum Sterben bereit". Lakonisch fügte er hinzu: "Ich hoffe, es wird nicht allzu unbequem." Ob dieser Wunsch in Erfüllung gegangen ist, bleibt unklar. Sein Label Sony Music Canada machte zu den genauen Todesumständen keine Angaben und bat auf Cohens Facebook-Seite darum, die Privatsphäre der Angehörigen zu respektieren.

Gefeiert als Autor und Musiker

Cohen galt vielen wegen seiner Texte über Liebe, Rausch, Trauer und Philosophie als wichtigster Dichter der Popmusik neben Bob Dylan. Er veröffentlichte insgesamt 14 Studio-Alben und schrieb Welthits wie "First we take Manhattan", "Suzanne" und "Hallelujah". Im Oktober hatte Cohen sein letztes Album veröffentlicht. Thema von "You Want It Darker": seine eigene Sterblichkeit. 

Schon als Kind lernte er Gitarre spielen und hatte bald erste Auftritte in Cafés und Clubs, aber die Musik sollte für ihn lange Zeit Nebensache bleiben. Cohen schrieb zunächst Gedichte, später auch Romane. Viele seiner Veröffentlichungen wurden von den Kritikern gefeiert. In Erinnerung bleiben wird er den meisten aber dennoch als der Sänger mit der rauchigen Stimme - umgeben von einer Aura tiefster Melancholie.  

djo/jum (afp, dpa)

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