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Kultur

Sinfonieorchester Osnabrück gastiert in Teheran

Das Sinfonieorchester Osnabrück ist am Montag auf Einladung des Teheraner Sinfonieorchesters im Iran eingetroffen. Das deutsche Orchester ist das erste westliche Sinfonieorchester, das nach der Islamischen Revolution im Jahr 1979 eine Konzertreise nach Iran unternimmt. Die beiden Konzerte, die mit Mitteln des Auswärtigen Amts, des Morgenland Festivals Osnabrück und des Theaters Osnabrück gefördert werden, sind für Mittwoch und Donnerstag in Teheran geplant. Auf dem Programm stehen Werke von Brahms, Beethoven und Elgar. Alle Musikerinnen des Osnabrücker Klangkörpers müssen beim Spielen einen Schleier tragen.

Vor der islamischen Revolution kamen regelmäßig ausländische Orchester nach Teheran, darunter auch das Berliner Sinfonieorchester unter Leitung von Herbert von Karajan. Nach der Revolution wurde jedoch das Sinfonieorchester Teheran aufgelöst. Erst in den letzten zehn Jahren wurde versucht, klassische Musik wieder salonfähig zu machen. Seitdem hatte das Teheraner Sinfonieorchester einige Vorstellungen in Teheran und eine Gastvorstellung in Osnabrück.

In der islamischen Republik werden klassische, traditionelle iranische und instrumentale Versionen der westlichen Musik vom Klerus geduldet, Popmusik mit Gesang jedoch ist strikt verboten. Piratenkopien sind aber zu niedrigen Preisen über den Schwarzmarkt erhältlich.