Simbabwes Oppositionsführer Morgan Tsvangirai gestorben | Aktuell Afrika | DW | 14.02.2018
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Simbabwe

Simbabwes Oppositionsführer Morgan Tsvangirai gestorben

Simbabwes Oppositionschef Morgan Tsvangirai ist tot. Der 65-Jährige sei an den Folgen einer Krebserkrankung gestorben, teilte seine Partei MDC mit.

"Es ist traurig für mich mitzuteilen, dass wir unsere Ikone und unseren Kämpfer für die Demokratie verloren haben", schrieb Elias Mudzuri, einer der Vize-Chefs von Tsvangirais Partei Bewegung für Demokratischen Wandel (MDC), im Kurzbotschaftendienst Twitter. Sein Land habe damit eine "Ikone" und einen "Kämpfer für die Demokratie" verloren. Ein anderer hochrangiger Vertreter der Partei, der nicht namentlich genannt werden wollte, bestätigte der Nachrichtenagentur AFP Tsvangirais Tod.

Bei Tsvangirai war Darmkrebs diagnostiziert worden. Er wurde zuletzt im Nachbarland Südafrika behandelt. Trotz seines gesundheitlichen Zustandes wollte er noch 2018 zur Präsidentenwahl in Simbabwe antreten. 

Neuer Interimschef der Partei

Angesichts des jüngsten Krankenhausaufenthalts ihres langjährigen Parteivorsitzenden hatte die MDC vor einigen Tagen einen neuen Interimschef ernannt. Bis auf Weiteres solle Nelson Chamisa die Partei Movement for Democratic Change (MDC) führen, sagte ein Sprecher der größten Oppositionspartei.

Tsvangirai war mehrfach bei Präsidentschaftswahlen gegen Simbabwes langjährigen Machthaber Robert Mugabe angetreten, konnte das Amt aber nie übernehmen. 2009 wurde Tsvangirai im Zuge einer Machtteilung zwischen seiner MDC und Mugabes ZANU-PF Ministerpräsident unter Staatschef Mugabe. Dieses Amt hatte Tsvangirai bis 2013 inne. Im März wäre Tsvangirai 66 Jahre alt geworden.

Simbabwe befindet sich derzeit im Umbruch. Im  November 2017 hatte die Armee in einem unblutigen Regierungssturz den 93-jährigen Langzeitherrscher Robert Mugabe entmachtet. Übergangspräsident Emmerson Mnangagwa von der Regierungspartei ZANU-PF kündigte demokratische Wahlen zur Jahresmitte an.

kle/ml (rtr, afp, dpa)

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