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Kultur

Simbabwes Gesetze erkennen Hexerei an

Im afrikanischen Simbabwe wird Hexerei von Juli an unter Strafe gestellt. Bisher wurden lediglich Menschen bestraft, die andere als Hexen beschimpften. Nach Zeitungsberichten wird die Hexerei künftig mit bis zu fünf Jahren Haft bestraft. Präsident Robert Mugabe habe entsprechende Änderungen im Gesetz gebilligt, berichtete die Zeitung "The Herald".

"Das Anti-Hexerei-Gesetz wurde jetzt ergänzt und befindet sich nun bei den Strafgerichten", zitierte das Blatt Justizminister Patrick Chinamasa. Kritiker hatten argumentiert, dass das bestehende Gesetz ein Relikt aus Kolonialtagen sei. Künftig macht sich jeder der Hexerei schuldig, "der sich auf irgendeine Handlung einlässt, die allgemein mit Hexerei in Verbindung gebracht wird". Auch Menschen, die die Dienste so genannter Hexenjäger in Anspruch nehmen, drohen Haftstrafen.

In Afrika ist der Glaube an Hexen und Magier weit verbreitet. Ihm fallen immer wieder Menschen zum Opfer, die von neidischen Bekannten oder wegen auffälligen Verhaltens als vermeintliche Hexer getötet werden. Vor allem in Krisenzeiten müssen "dunkle Mächte" immer wieder als Urheber allen Übels herhalten.

  • Datum 23.04.2006
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  • Permalink http://p.dw.com/p/8IRg
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