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Kultur

Silvester 2001: weltweit feiern

In fast allen europäischen Hauptstädten verwandeln vor allem die jungen Leute Straßen und Plätze wie in New York am Silvesterabend in Partymeilen. Aber auch in den anderen Metropolen der Welt geht's hoch her.

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LONDON - Zum Höhepunkt der in England von Weihnachten bis Silvester dauernden närrischen Partyzeit werden am 31. Dezember Zehntausende auf dem Londoner Trafalgar Square unter Nelsons Säule trinken und tanzen. Und auch der für teures Geld eingemottete Millennium Dome in Greenwich wird am Silvesterabend wiederbelebt: 40.000 Raver sollen dort bei einer Party mit der Band "Ministry of Sound" die Nacht durchtanzen können.

PARIS - Mit Champagnerduschen und Böllern geht es vor dem hell erleuchtenten Riesenrad am Place de la Concorde am Ende der Champs-Élysée jedes Jahr hoch her. Hunderttausende flanieren auf der Pariser Prachtstraße und bewundern das Feuerwerk. Die Besucher aus aller Welt zieht dagegen meist der 324 Meter hohe Eiffelturm in Bann, der um Mitternacht in einem wie Diamanten funkelnden Glitzerkleid erstrahlt.

MOSKAU - Ein riesiges Feuerwerk überstrahlt nach dem letzten Glockenschlag der Uhr am Spasski-Turm das Zentrum Moskaus. Im Riesenreich Russland wird wegen der elf Zeitzonen ebenso oft Silvester gefeiert. Auf der größten Party feiern Zehntausende bei meist klirrenden Temperaturen auf dem Roten Platz vor dem Kreml und lassen Wodka und Schampanskoje in Strömen fließen.

MADRID - "Das Einzige, was uns die Freude nehmen könnte, wäre eine Katastrophe hier bei uns", so umschreibt ein Beamter der Madrider Stadtverwaltung die Stimmung in der spanischen Haupstadt. Zum größten Silvesterfest des Landes strömen die Madrilenen wie immer auf zur Puerta del Sol. Die zwölf Glockenschläge der Turmuhr des Platzes werden vom Fernsehen live ins ganze Land übertragen. Bei jedem Schlag essen die Spanier je eine Glück bringende Weintraube.

ATHEN - Die Griechen pflegen am 31. Dezember einen ganz besonderen Brauch, der aus der Antike stammen soll: Sie spielen Karten. Dabei wird nicht getrunken und nicht geknallt, denn möglichst nüchtern wird bis zum Morgengrauen darum gezockt, wer im Neuen Jahr Glück haben wird. Gespielt wird überall, die Kasinos sind überfüllt und auch die Kinder dürfen mitmachen. Sie freuen sich zudem auf den orthodoxen Nikolaus, Santa Basil: Denn anders als in den anderen christlichen Ländern am 6. Dezember kommt er in Griechenland am 31. Dezember und versteckt seine Geschenke unter dem Bett.

WARSCHAU - In der polnischen Hauptstadt trotzen alljährlich Zehntausende Schnee und Kälte und stoßen auf dem Pilsudski-Platz, dem größten Platz der Stadt, auf das neue Jahr an. Besonders warm anziehen müssen sich auch die Gäste der tiefsten Silvesterfeier Polens: Im unterirdischen Ballsaal des südpolnischen Salzbergwerks Wieliczka bei Krakau wird bei Temperaturen um neun Grad zum Tanz aufgespielt und funkeln die aus Salz gemeißelten Kronleuchter, Kandelaber und Säulen im Kerzenlicht.