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Sport

Silber für Heidler, Bronze für Sprintstaffel

Betty Heidler hat ihren Titel im Hammerwerfen nicht verteidigen können, aber mit einem glänzenden Wettkampf Silber geholt. Die 4x100-Meter-Staffel der Frauen überraschte mit Platz drei.

Hammerwerferin Betty Heidler bei einem ihrer Versuche. Foto: dpa-Bildfunk/Kay Nietfeld

Heidler: Rekord und Silber

Hammerwurf-Weltmeisterin Anita Wlodarczyk vor der Anzeigetafel mit ihrer Weltrekordweite. Foto: AP Matt Dunham

Woldarczyk: Rekord und Gold

Zwei Jahre nach ihrem WM-Sieg von Osaka präsentierte sich Hammerwerferin Betty Heidler in glänzender Verfassung. Im letzten Durchgang schleuderte sie das Wettkampfgerät auf die neue deutsche Rekordweite von 77,12 Meter. Damit verbesserte sie die von ihr selbst gehaltene alte Bestmarke um 57 Zentimeter. "Wenn ich noch einen Versuch mehr gehabt hätte, wer weiß, wie weit es gegangen wäre", sagte Heidler. "Ich bin total happy." Mit Silber, denn eine warf noch weiter: die Polin Anita Woldarczyk stellte mit 77,96 Meter einen neuen Weltrekord auf. Kurios: Woldarczyk verletzte sich beim Freudensprung am Fuß und musste anschließend aussetzen. Erst zum Wettkampfende, als sie als Weltmeisterin feststand, schleuderte sie - eher symbolisch - den Hammer noch einmal aus dem Ring. Dritte wurde die Slowakin Martina Hrasnova (74,79). Kathrin Klaas blieb trotz persönlicher Bestweite (74,23) nur der undankbare vierte Platz.

Gold für die Sprintstaffeln Jamaicas

Deutsche Staffel jubelt. Foto: AP/Michael Sohn

Erfolgreiches Quartett, mit Maskottchen Berlino

Acht Jahre nach dem WM-Gold von Edmonton hat eine deutsche Sprintstaffel der Frauen wieder eine Medaille bei einer Leichtathletik-Weltmeisterschaft gewonnen. Marion Wagner, Anne Möllinger, Cathleen Tschirch und Verena Sailer liefen in Berlin in der europäischen Jahresbestzeit von 42,87 Sekunden auf den dritten Platz hinter den Staffelteams aus Jamaica (42,06) und von den Bahamas (42,29). Es war die achte Medaille für die deutsche WM-Mannschaft. Den Titel bei den Männern holten sich wie erwartet die Sprinter Jamaicas um Superstar Usain Bolt. Mit 37,31 Sekunden verfehlten sie allerdings den von ihnen selbst gehaltenen Weltrekord (37,10). Für Bolt war es nach seinen Siegen über 100 und 200 Meter, jeweils in Weltrekordzeit, das dritte WM-Gold. "Es war wundervoll", schwärmte der 23-Jährige über die Tage von Berlin. "Ich habe wieder zwei Weltrekorde gebrochen. Deshalb bin ich glücklich und stolz auf mich." Silber im Staffelrennen ging an Trinidad und Tobago, Bronze an Großbritannien.

Licht und Schatten gab es aus deutscher Sicht in den 4x400-Meter-Staffeln. Während die Frauen als Dritte ihres Vorlaufs überraschend das Finale am Sonntag erreichten, schieden die Männer aus.

Dreimal ist göttlich

Der Weitsprung-Weltmeister Dwight Philipps Marathon-Sieger Kirui jubelt. Foto: AP/David J. Phillip unger ie Schlussläuferin der deutschen 4x100-Meter-Staffel, Verena Sailer lässt im Halbfinale die Britin Emma Ania hinter sich. Foto: AP/Anja Niedringhaus

Goldsprung mit perfekter Technik

Keine Überraschung brachte der Weitsprung der Männer. Top-Favorit Dwight Phillips aus den USA wurde zum dritten Mal nach 2003 und 2005 Weltmeister. Der 31-jährige landete bei 8,54 Metern. Silber gewann der Südafrikaner Godfrey Khotso Mokoena (8,47), Bronze der Australier Mitchell Watt (8,37). Olympiasieger und Titelverteidiger Irving Saladino aus Panama trat dreimal über und schied aus.

Der australische Stabhochspringer Steven Hooker überquert 5,90 Meter. Foto: AP/Herbert Knosowski

WM-Gold trotz Schmerzen

Im Stabhochsprung pokerte Steven Hooker hoch und gewann. Der Olympiasieger aus Australien, der mit einer Oberschenkelverletzung an den Start ging, übersprang in seinem zweiten Sprung des Wettbewerbs auf Anhieb 5,90 Meter und verwies damit ein französisches Duo auf die nächsten Plätze. Silber ging an Romain Mesnil (5,85), Bronze an Renaud Lavillenie (5,80). Die beiden deutschen Stabhochspringer blieben unter ihren Möglichkeiten: Alexander Straub (5,65) wurde Siebter, Malte Mohr (5,50) Vierzehnter.

Kenias Langstreckler eine Klasse für sich

Marathon-Sieger Kirui jubelt. Foto: AP/Michael Probst

Marathon-Sieger Kirui

Die Läufer aus Kenia dominierten den Marathon. Abel Kirui lief als Erster über den Zielstrich am Brandenburger Tor, Zweiter wurde sein Landsmann Emmanuel Mutai. Es war der dritte kenianische Marathon-Doppelsieg der WM-Geschichte. Bronze gewann der Äthiopier Tsegay Kebede. Sieger Kirui lief trotz Temperaturen von fast 30 Grad Celsius in 2:06:54 Stunden die schnellste Zeit, die jemals bei Leichtathletik-Weltmeisterschaften erzielt wurde. "Ich habe um gutes Wetter gebetet und es bekommen", sagte der 27 Jahre alte Sieger. Bester Deutscher war Andre Pollmächer, der nach 2:15:36 Stunden als 18. das Ziel erreichte. "Es war der schönste Lauf meines Lebens", sagte der 26-Jährige. Dafür sorgten mehrere hunderttausend Zuschauer, die die Strecke durch Berlin säumten und die Marathonläufer hochleben ließen.

Auch im 5000 Meter-Lauf der Frauen gab es einen kenianischen Doppelsieg: Vivian Cheruiyot gewann in 14:57:97 Minuten vor Sylvia Jebiwott Kibet. Dritte wurde die Äthiopierin Meseret Defar.

Autor: Stefan Nestler

Redaktion: Calle Kops

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