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Aktuell Asien

Sikhs bekämpfen sich mit Schwertern

Sie waren nach Amritsar gekommen, um des Angriffs auf den Goldenen Tempel, ihr größtes Heiligtum, vor 30 Jahren zu gedenken. Doch die Feier endete in blutigem Streit.

Hunderte Gläubige hatten sich an der für Sikhs heiligen Stätte im Bundesstaat Punjab versammelt, um an die Erstürmung des Tempels durch die indische Armee vor 30 Jahren zu erinnern. Zur Gewalt kam es, als Mitglieder der Sikh-Partei Shiromani Akali Dal ein Rederecht forderten. Als dies abgelehnt wurde, seien Radikals Aktivisten und Bewacher des Tempels mit gezogenen Schwertern und Speeren aufeinander losgegangen, sagte ein Sprecher des Tempelkomitees. Die Aktivisten kämpfen für einen eigenen Sikh-Staat Khalistan.

Fernsehbilder zeigen, wie Sikhs mit blauen und safrangelben Turbanen einander bekämpfen. Nach einem Bericht des Senders NDTV wurden insgesamt zwölf Menschen verletzt. Die Sicherheitskräfte brachten die Lage schnell wieder unter Kontrolle. "Der Tempel wurde heute erneut entehrt", sagte ein Sprecher der Shiromani.

Im Juni 1984 hatten indische Truppen auf Anordnung der damaligen indischen Ministerpräsidentin Indira Ghandi den Goldenen Tempel gestürmt, in dem sich militante Mitglieder der Sikhs verschanzt hatten. Bei dem Angriff wurden hunderte Menschen getötet. Vier Monate später wurde Ghandi von zwei Sikh-Leibwächtern umgebracht. Bei den folgenden Unruhen wurden rund 3000 Menschen getötet.

gmf/mm (afp,dpa,rtr)