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Technologiebranche

Siemens will Züge mit Alstom bauen

Seit Tagen wird darüber spekuliert, wie der europäische Eisenbahnbau auf den Druck aus China reagieren wird. Dort war der Zughersteller CRRC zu einem übermächtig scheinenden Player auf dem engen Markt geworden.

Die Zeichen verdichten sich, dass der Münchener Technologiekonzern Siemens der Herausforderung durch die chinesische Konkurrenz nicht mit Hilfe der kanadischen Zugbauer von Bombardier begegnen wollen, sondern sich Hilfe in Europa erwarten. Siemens will sein Zuggeschäft lieber mit dem französischen Konkurrenten Alstom zusammenlegen.

Die Allianz sei besiegelt, berichtete das öffentlich-rechtliche Nachrichtenportal Franceinfo am Dienstagabend unter Berufung auf Informationen des Fernsehsenders France 2. Die Information wurde der Deutschen Presse-Agentur aus informierten Kreisen bestätigt. Siemens äußerte sich auf Anfrage zunächst nicht dazu.

Zugriff im zweiten Anlauf

Mit dem Schritt reagieren die Unternehmen auf den Wettbewerbsdruck, der nach dem Zusammenschluss der beiden größten chinesischen Zughersteller zum Giganten CRRC massiv gewachsen war. Siemens-Chef Joe Kaeser hatte deshalb in der Vergangenheit immer wieder auf die Notwendigkeit für eine Zusammenarbeit in der europäischen Branche hingewiesen.

Siemens und Alstom haben jeweils ein ähnlich großes Zuggeschäft. Zusammen kommen sie auf einen Umsatz von rund 15 Milliarden Euro und etwa 60 000 Beschäftigte in dem Bereich weltweit. Der Zusammenschluss war bereits vor rund drei Jahren im Gespräch, als sich Siemens gegen den US-Konzern General Electric einen Übernahmepoker um Alstom geliefert hatte.

dk/sri (dpa)