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Wirtschaft

Siemens plant laut Medienbericht umfangreichen Stellenabbau

Der Siemens-Konzern will seine Umbaupläne, die mit dem Abbau von mehreren tausend Arbeitsplätzen einhergehen könnten, schon am Montag vorstellen. Das habe ein Unternehmenssprecher bestätigt, berichtete die "Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung" (18.9.2005). Um zehn Uhr morgens würden die Mitarbeiter unterrichtet, so die Zeitung weiter. Wie Reuters am Freitag erfahren hatte, werden die Umstrukturierungen in den Problemsparten IT-Dienstleistung, Kommunikation und Logistik wahrscheinlich mit einem deutlichen Stellenabbau verbunden sein. "Es ist der Abbau von mehreren tausend Stellen zu erwarten. Es dürfte eine eher niedrige vierstellige Zahl sein", sagte ein mit dem Vorgang vertrauter Manager. Siemens will damit die Ertragsschwäche seiner Problemsparten Kommunikation (Com), IT-Dienstleistungen (SBS) und Logistik (L&A) beheben.

Die drei Bereiche hatten zuletzt knapp 30 Prozent des Konzernumsatzes beigesteuert, aber im dritten Quartal des Geschäftsjahres 2004/05 (zum 30. September) auch ohne die verkaufte defizitäre Handy-Sparte Verluste von mehr als 200 Millionen Euro verbucht.

Der seit Anfang des Jahres amtierende Siemens-Chef Klaus Kleinfeld hatte allen Problembereichen das Erreichen der internen Renditeziele bis 2007 vorgegeben. Nach enttäuschenden Ergebnissen im dritten Quartal des laufenden Geschäftsjahres hatte er Ende Juli den Druck verstärkt und die Ertragslage der drei Sparten als "nicht akzeptabel" bezeichnet.