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Siegfried Bülow: Geburtshelfer von Porsche in Leipzig

Porsche hat die Leipziger Wirtschaft nach der Wende angekurbelt wie kaum ein zweites Unternehmen. Mitveranwortlich dafür: Porsche-Werkschef Siegfried Bülow. Als das Werk 1999 eröffnet wurde, diente es nur als Montagewerk mit 300 Mitarbeitern, heute hat sich die Mitarbeiterzahl mehr als verzehnfacht, sie fertigen drei Fahrzeugmodelle komplett an.

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Der gebürtige Sachse Bülow hatte das richtige Gespür: Im Portrait erzählt er, was die Wende für ihn bedeutete- beruflich und privat. Die DDR ist auch heute noch in Bülows Büro präsent: Auf seinem Schreibtisch steht ein Miniatur-Bus der Firma Barkas. Im sächsischen Barkas-Werk arbeitet er vor der Wende als Betriebsdirektor. Von der DDR-Wirtschaft kann Bülow daher eindrücklich berichten: Die hohe Nachfrage nach den Barkas-Fahrzeugen kann damals wegen der Planwirtschaft bei weitem nicht gestillt werden. Nach der Wende kommt er über VW 1999 zu Porsche. Als er anfängt, das Werk aufzubauen gibt es auf dem Standort nichts, nur Maisfelder. Viele Menschen müssen nach der Wende wegen Jobmangel umziehen. Doch Porsche schafft neue Perspektiven, heute arbeiten hier über 4000 Menschen. Dass sich Leipzig nach der Wende zum Industriestandort entwickelt, ist daher auch Bülow zu verdanken. Für ihn selbst ist es jedoch mehr als ein wirtschaftlicher Erfolg. Er wuchs 80 km von Leipzig entfernt auf. Die Region wirtschaftlich stabiler zu gestalten, darauf ist er auch ganz persönlich stolz.