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Amerika

"Sieg voller Polemik!"

Enttäuschung in Mexiko, Jubel in Argentinien. Die "Albiceleste" siegte 3:1 über die "Tri" aus Mexiko. Der Traum der Mexikaner, endlich weiter als bis ins Achtelfinale zu kommen, ist erneut geplatzt.

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Streit um Abseits-Tor. Was wäre gewesen, wenn....

Die mexikanische Zeitung Reforma kritisiert das schlechte Spiel der Argentinier:

"Déjà-vu! Mexiko, 3:1 ausgeknockt von Argentinien. Wie vier Jahre zuvor schmeißt die 'Albiceleste' die 'Tri' aus dem Turnier und versagt ihnen den Traum vom fünften Spiel. Ein nicht von der Hand zu weisender Sieg der Argentinier, die nicht einmal gut spielten, aber alle Geschenke, die ihnen gemacht wurden sofort ausnutzten: das Geschenk des italienischen Schiedsrichters Roberto Rosetti und die Fehler in unserer Abwehr.

Und so ging Argentinien – in einem Moment, in dem die Mannschaft es am wenigsten verdient hätte – mit 1:0 in Führung. Tor von Tevez, der so offensichtlich im Abseits stand, dass man es auch ohne Videoübertragung sofort gesehen hat. Was für eine Ironie des Fußballs: Deutschland, Argentiniens Gegner im Viertelfinale, wurde auch durch einen Schiedsrichterfehler begünstigt. Ein Treffer von Frank Lampard hätte zum 2:2 vor der Halbzeit geführt."

Die El Universal übt Selbstkritik:

"Die Erwartungen waren hoch, die Illusionen noch höher, aber die Realität entschied gegen das erträumte Märchen. Und so reihte sich die Teilnahme der 'Tri' in der Weltmeisterschaft 2010 in Südafrika ein in dieselbe Leier wie eh und je. Eine Geschichte, die immer und immer wieder böse endet, die den Fans ihre letzte Leidenschaft raubt und ihnen nur den bitteren Geschmack zurücklässt: "Soviel Aufregung für Nichts".

Technisch ist Trainer Javier Aguirre und seinem Begleiterteam nichts vorzuwerfen. Doch Aguirres Äußerungen auf Cadena Ser, Mexiko sei eine 'hoffnungslose Mannschaft', waren ein erster Sündenfall. Dazu kamen mehrere Fehlentscheidungen in der Mannschaftsaufstellung. Kurzum: Südafrika wird erinnert werden als die fünfte hintereinander verpatzte Gelegenheit ins Viertelfinale einzuziehen. Aber auch als ein Spiel, bei dem man sich immer fragen wird: was wäre passiert, wenn andere Entscheidungen getroffen worden wären."

Die größte argentinische Tageszeitung Clarín über das Abseits-Tor:

Fußball WM 2010 Südafrika Achtelfinale Argentinien vs Mexiko

Tevez 1:0 - ein klares Abseits-Tor

"Klarer hätte ein Abseits nicht sein können: als Messi den Ball abspielt, steht der 'Apache' (Tevez) nicht nur vor allen mexikanischen Spielern sondern auch vor dem Torwart selbst. Das Abseits-Tor kam in einem der schwierigsten Momente für die Selektion und es hat einen großen Teil dazu beigetragen, eine anfänglich flattrige Mannschaft zu beruhigen und sicherer spielen zu lassen"

Auch die argentinische Zeitung La Nación zeigt dem Schiedsrichter die rote Karte

"Schwere Fehler des Schiedsrichters und der mexikanischen Abwehr ebneten den anfangs holprigen Weg zum Sieg, in einer Situation, in der es keine zweiten Chancen gibt. In der 26. Minute schoß Tevez die Selección zum 1:0, per Kopfschuss und aus einer klaren Abseitsposition. Weder der Schiedsrichter Rosetti noch sein Linienrichter Stefano Ayroldi nahmen dies war. Der italienische Schieds-Dreier hat einen genauso schlechten Auftritt hingelegt wie ihre heimische Selektion. Übrigens für alle Schiedsrichter gilt bezüglich dieses Sonntages: vergesst lieber, was ihr da gepfiffen habt!"

Das spanische Blatt El País nimmt Mexiko in Schutz

"Ein argentinischer Sieg voller Polemik. Die 'Albiceleste' stieg erst nach einem schweren Schiedsrichterfehler ins Spiel gegen die mutigen Mexikaner ein. Und eben jene Schiedsrichter-Fehler sind es, die der benachteiligten Mannschaft den Mut nehmen. Das ist an diesem Sonntag England und Mexiko passiert."

Autorin: Anne Herrberg

Redaktion: Oliver Pieper