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Aktuell Deutschland

Siebter Streiktag an NRW-Flughäfen

Die Fluggäste sind genervt, die Gewerkschaften hartnäckig. An den Flughäfen in Düsseldorf und Köln/Bonn wird wieder gestreikt.

An beiden Airports haben rund 250 Fluggastkontrolleure um 4.00 Uhr die Arbeit niedergelegt, so ein Sprecher der Gewerkschaft Verdi. Der Streik werde voraussichtlich bis Mitternacht dauern. Die Passagiere müssen erneut mit langen Wartezeiten und Flugausfällen rechnen.

Der Flugbetrieb in Düsseldorf war bereits am Morgen stark beeinträchtigt, wie der Flughafen mitteilte. Von ursprünglich 609 Flügen seien inzwischen mehr als 300 gestrichen worden.

Der Druck soll erhöht werden

An beiden Flughäfen ist es der siebte Streiktag. Vor der vierten Runde der Tarifgespräche am Montag soll so der Druck auf die Arbeitgeber erhöht werden. Verdi fordert für das Wach- und Sicherheitsgewerbe in Nordrhein-Westfalen deutlich mehr Geld. Die Gewerkschaft will unter anderem Verbesserungen für untere Lohngruppen erreichen. In der Branche arbeiten 34.000 Menschen, davon gut 2.000 an Flughäfen.

Beide Airports appellierten an Fluggäste, sich vor der Anreise bei Airline oder Reiseveranstalter über den aktuellen Flugstatus zu informieren. Um die Kontrollen zu beschleunigen, sollten Passagiere möglichst auf Handgepäck verzichten.

Mehr Geld für untere Lohngruppen

Die sogenannten Luftsicherheitsassistenten sind Angestellte privater Firmen, die die Kontrolle der Flugreisenden im Auftrag der Bundespolizei übernehmen.

Der größte Teil der Sicherheitsleute in Nordrhein-Westfalen befindet sich nach Gewerkschaftsangaben in der untersten Lohngruppe. Die Beschäftigten erhalten 8,23 Euro pro Stunde. Verdi fordert eine Erhöhung des Stundenlohns um bis zu 30 Prozent Euro. Nach Meinung des Verbandes der Sicherheitsfirmen BDSW eine völlig überzogene Forderung.

gb/qu (dpa, afp)

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