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Ostmitteleuropa

Siebenbürgen, Kroatien oder Slowenien

- Die Zahl der Ungarn in den Nachbarländern geht stark zurück

Budapest, 21.6.2002, PESTER LLOYD, deutsch

Durch die Friedensverträge von Trianon 1920 verlor Ungarn zwei Drittel seines Gebiets und fast die Hälfte seiner Bevölkerung. Seitdem geht die Zahl der Ungarn in den Nachbarländern bedauerlicher Weise ständig zurück. Drastisch sind die Änderungen in den Städten; die Zahl der durch die ungarische Sprache und Kultur dominierten Städte verringerte sich um die Hälfte. Die ländliche Bevölkerung hält sich noch mehr oder weniger, aber auch dort ist die Zahl der Ungarn rückläufig.

In Siebenbürgern lebten zu Beginn des 20. Jh. 1,66 Mio. Ungarn, die 31,6 Prozent der Bevölkerung ausmachten. 1991 gab es (trotz des rapiden Zuwachses durch die strengen Geburtsnormen der Ceausescu-Ära) 1,62 Mio., was 21 Prozent entspricht. Im Oberland, der heutigen Slowakei, lebten 1920 fast 1,0 Mio. Ungarn, über 30 Prozent der Gesamtbevölkerung, heute gibt es 567.000, was 11,5 Prozent entspricht. In der Vojvodina finden wir statt der einstigen 425.000 (28,1 Prozent) nur noch 339.000 (17 Prozent), in der Karpatoukraine anstelle von 184.000 Ungarn (fast 31 Prozent) heute nur noch 166.000 (13,4 Prozent).

Stark zurückgegangen ist die Zahl und der Anteil der ungarischen Bevölkerung auch im Gebiet der Murau (Slowenien und Serbien), in Kroatien und im Burgenland. (fp)

  • Datum 21.06.2002
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  • Permalink http://p.dw.com/p/2RJ3
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